Lengerich
Di., 12.07.2011
Unglaublich: 300 000 Euro stehen bereit
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Lengerich - „Das ist doch versteckte Kamera“, flüsterte Pfarrer Wernfried Lahr. „Unglaublich, stimmt das wirklich?“, fragte Arbeitskreismitglied Manfred Stöppel gleich zweimal. Ja, es ist wahr: 300 000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm 2011 des Bundes fließen nach Lengerich. Für die Sanierung des Daches der Stadtkirche. „Das ist eine tolle Nachricht für meine Heimatregion und vor allem für die Stadt Lengerich“, freute sich Bundestagsabgeordneter Dieter Jasper (CDU), der sich für die Beschaffung der Mittel stark gemacht hatte.
Die Mitglieder des Arbeitskreises Dachsanierung, Superintendent Hans Werner Schneider, Pfarrer Wernfried Lahr und Bürgermeister Friedrich Prigge waren sprachlos. „Das ist eine enorme Staatshilfe für die Kirche und hilft uns ein ganzes Stück voran“, zeigte sich der Superintendent dankbar. „Das ist eine der größten Summen, die in den vergangenen Jahren aus Bundesmitteln nach Lengerich geflossen ist“, zeigte sich Jasper ein wenig stolz. Wie glücklich die Kirchenvertreter waren, zeigt das kurze Festtagsgeläut der Kirchglocken, das gestern um kurz vor 15 Uhr über der Stadt erklang.
„Es war nur eine kleine E-Mail“, schildert Manfred Stöppel, der den Bundestagsabgeordneten angeschrieben und die Sorgen um das Kirchendach erläutert hatte. „Ich habe darauf hin Kontakt mit Staatsminister Bernd Neumann, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, aufgenommen. Der machte sich stark für die Aufnahme des Lengericher Projektes in das Denkmalschutzprogramm, in dem insgesamt Mittel in Höhe von 15 Millionen Euro für dringend erforderliche Restaurierungsmaßnahmen zur Verfügung stehen“, schilderte Jasper. Lengerich wurde als eines von 97 Objekten aufgenommen und 300 000 Euro durch den Haushaltsausschuss des Bundestages freigegeben. Sie stehen nun abrufbereit für Lengerich zur Verfügung.
Mit dieser Summe ist ein erster Schritt für den zweiten Bauabschnitt der Dachsanierung getan. „Nichts desto trotz brauchen wir weiter dringend Spenden für die noch bevorstehenden Sanierungsmaßnahmen“, bemerkte Pfarrer Wernfried Lahr.
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