Lengerich

Mi., 30.12.2009

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Sport hat einen hohen Stellenwert


Lengerich - Mein Aufenthalt in den USA begann mit einer Stunde im Büro des amerikanischen Zolls. Die Amerikaner hatten mir in Washington vorerst die Einreise verweigert, da ihnen der Grund für meine Einreise nicht glaubwürdig erschien. Sie durchsuchten meine Koffer und ließen mich schließlich gehen. Jedoch verpasste ich meinen Flug nach Dayton und musste etwa drei Stunden am Washingtoner Flughafen warten. Dies war keine schöne Erfahrung für mich.

Eine schöne Erfahrung war es jedoch, als ich freundlich in die Gastfamilie aufgenommen wurde, vorerst nicht in die vorgesehene, da meine aus persönlichen Gründen noch nicht bereit war, mich aufzunehmen. Auch im Fußballteam der Wapakoneta High School wurde ich freundlich empfangen und begrüßt. Ich hatte viel Spaß mit dem Fußballteam, obwohl Fußball für mich persönlich zu oft stattfand , sechs mal in der Woche, anfangs sogar zwei Einheiten am Tag. Ich habe also die Erfahrung gemacht, dass der Sport in den USA einen großen Stellenwert hat.

Das Anschauen von Sport ist auch etwas anders als in Deutschland. Ich war bei einem American Football Spiel und bei einem Fußballspiel. In den Stadien herrschte während des Spiels nicht annähernd die Lautstärke, die in deutschen Fußballstadien herrscht. Es gab keine wirklichen Fangesänge oder Beschimpfungen.

Auch das Schulleben unterscheidet sich von unserem. Die Schule fängt 40 Minuten eher an als in Deutschland, was bei mir anfangs für große Müdigkeit sorgte. Mit der Zeit gewöhnte ich mich jedoch daran. In der Schule hat man jeden Tag dieselben Fächer, die man Ende der Ferien frei wählen kann. Es gibt nur eine größere Pause, in der das Mittagessen zu sich genommen wird. Sonst hat man gerade genug Zeit, um zwischen den Fächern von einem Raum zum anderen zu kommen.

Die Kleidung der amerikanischen Schüler unterscheidet sich auch weitgehend der der Deutschen. Das Tragen von Schulshirts und Pullover sowie das Tragen von Sporthosen ist bei den Schülern beliebt. Ein weiterer Unterschied, der mir direkt bei meiner ersten Ankunft an der Schule aufgefallen ist, ist, dass an der Schule kein einziges Fahrrad steht, sondern nur Autos und Busse. Das Fahren im Alter von 16 Jahren ist ein angenehmer Vorteil für die Amerikaner. Einige Leute machten sich über Deutschland lustig, da hier fast alle Schüler mit dem Fahrrad fahren.

Ich habe es nie erlebt, dass jemand gemein oder abstoßend zu mir war, jeder war nett, so dass ich viele nette Leute kennen gelernt habe. Zu einigen davon werde ich versuchen den Kontakt zu halten. Einen neuen besten Freund habe ich jedoch nicht gefunden, da, wie ich finde, auch die Zeit zu kurz war. Der Austausch war eine schöne Erfahrung, die ich nicht missen möchte.


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