Vogelzüchter hamstert Titel
Fr., 20.01.2012
Klaus Moog wieder Deutscher Meister und holt sich die siebte Trophäe / Das beste Jahr seiner Zuchtkarriere
Zum zweiten Mal in Folge Deutscher Meister: Klaus Moog (52). In Bad Salzuflen präsentierte der Erfolgszüchter aus Lienen zwölf Japanische Mövchen.
Lienen -
Klaus Moog hat den Titel verteidigt. Zum zweiten Mal ist er Deutscher Meister geworden mit seinen Japanischen Mövchen in schwarz dunkelbraun.
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Er sammelt Meistertitel wie andere Briefmarken. Klaus Moog ist zum zweiten Mal in Folge Deutscher Meister. Seine Japanischen Mövchen in schwarz dunkelbraun tragen dem 52-Jährigen in Bad Salzuflen als Sieger die Medaille am Bande ein.
Die Stadt in Ostwestfalen ist Gastgeber der 64. Deutschen Meisterschaft des Deutschen Kanarien- und Vogelzüchter-Bundes (BKB). In den Messehallen an der B 239 piept und zwitschert es, drängen sich Menschenmengen durch die Gänge mit den endlosen Schaukästen. 65 Preisrichter wischen sich den Schweiß von der Stirn. Sie müssen 10 850 Kanarien, Exoten und Wellensittiche von 900 Ausstellern unter die Lupe nehmen.
Mit zwölf Japanischen Mövchen hat sich der Lienener auf den Weg nach Bad Salzuflen gemacht. Mit der Auswahl zeigt der Züchter ein glückliches Händchen. Es gibt drei Mal Gold und ein Mal Silber. Zwei gefiederte Lieblinge werden Gruppensieger. Daraus wird der Deutsche Meister gekürt.
Damit beschließt Klaus Moog das beste Jahr in seiner langen Züchterkarriere: Europameister in Karlsruhe, Landessieger in Haltern und Bundessieger in Kassel. „Das ist Wahnsinn. Ich habe fast jede Schau gewonnen“, freut sich der Lienener, der im Lengericher Dyckerhoff-Werk beschäftigt ist. Dieses Kunststück ist bislang keinem anderen deutschen Züchter geglückt. „Das war top“, blickt Klaus Moog mit einer großen Portion Zuversicht in die Zukunft.
Er hat das nächste Ziel bereits vor Augen. Das ist im kommenden Jahr die Weltmeisterschaft in Belgien. „Die Vorbereitungen dafür haben begonnen. Ich bin bereits in der Zucht“, erklärt er seine nächsten Schritte. Die Vögel werden an den Transportkasten gewöhnt. Täglich nimmt Moog Jungvögel in die Hand. Das soll ihnen den Stress vor der Reise nehmen. Schließlich soll alles perfekt passen. „Am Ende geht es um das Aussehen einer Feder“, weiß der Lienener aus Erfahrung.
Im Gartenhaus hält der Lienener, der Mitglied des Vogelschutz- und Zuchtvereins Lienen ist, gut 100 Vögel. Inzwischen ist das Brutgeschäft in vollem Gange.
Den ersten Weltmeister-Titel hat der Lienener 2004 in Lausanne gewonnen. Ob ihm eine Wiederholung in Belgien gelingt? Inzwischen hat Klaus Moog sieben Titel gesammelt.
Ein klein wenig macht er sich Sorgen um die Jungvögel. Einige sind verendet. Ob sich da ein Virus in seinem Bestand eingeschlichen hat? Mit Hilfe einer Tierärztin soll das Problem bald gelöst sein.
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