Mi., 13.06.2012

Tag der Architektur in Lienen Moderne auf der Kirschbaumwiese

Tag der Architektur in Lienen : Moderne auf der Kirschbaumwiese

Symmetrie ist ein zentraler Punkt bei der Planung des Neubaus gewesen. Foto: Roland Borgmann

Lienen - 

Das Haus ist ein Hingucker. Dafür sorgt schon die exponierte Lage. Umgeben von einer Kirschbaumwiese ist der nächste Nachbar weit,

Von Paul Meyer zu Brickwedde

der Blick von der Kieseinfahrt auf das Zuhause der Pellemeiers somit ungestört. Selbst für Architektur-Laien wird so schnell klar: Dort steht kein 08/15-Neubau, sondern ein Wohnhaus aus einem Guss, bei dem sich die Planer eine Menge Gedanken gemacht haben.

Die Planer, Daniela und Lars Pellemeier, wohnen und arbeiten dort seit 2010. Zuvor musste ihr altes Zuhause der Umgehungsstraße weichen. Der Abriss bot die Chance zu etwas völlig Neuem. Als „klassisch modern“, bezeichnen sie es. Und dem Leitsatz „Ein Raum muss sich dem Menschen anpassen, nicht der Mensch dem Raum“ folgend, den Daniela Pellemeier während des Studiums von einem ihrer Professoren übernommen hat. Wie das aussieht, und warum es so geworden ist, wie es ist, das will das Architekten-Paar beim „ Tag der Architektur 2012 in NRW “ am Samstag und Sonntag, 23./24. Juni, zeigen.

Eine ideale Gelegenheit, um auch von einem großen Erfolg zu berichten: Das Haus der Pellemeiers hat es beim internationalen „Häuser-Award“ der Zeitschrift Häuser in die Top 20 geschafft, Sieger wurde ein Doppelhaus, das in der Nähe von Madrid steht. Wettbewerbsthema war das kostengünstige Bauen. In einem Buch werden die besten Wettbewerbsbeiträge nun ausführlich vorgestellt.

Gelobt wird bei den Pellemeiers unter anderem, dass sie „mit Bedacht“ auf regionale Materialien gesetzt haben. Angefangen beim Klinker bis hin zum Eichenholzparkett, das sich fast im gesamten Haus wiederfindet. Und auch auf Sicht dürften sich die Investitionen in Grenzen halten. Denn Klinker und Holz sind äußerst langlebig, hinzu kommt noch eine Kombination aus Erdsonden-Wärmepumpe, Solaranlage und Kamin, die für überschaubare Heizkosten sorgen sollen.

Dass Wohnen und Arbeiten auf 240 Quadratmetern (plus 70 Keller) unter einem Dach stattfinden, sagen die Pellemeiers, sei für sie kein Problem, sondern eher von Vorteil. Nicht zuletzt weil, so Lars Pellermeier, „das Haus unsere Hauptreferenz ist“. Das habe schon soweit geführt, dass Kunden, die bauen wollten, beim Blick auf das Eigenheim der Pellemeiers im Spaß gesagt hätten „Gebt uns die Schlüssel, wir nehmen euer Haus“.

Zum „Tag der Architektur 2012“ laden Daniela und Lars Pellemeier am Samstag und Sonntag, 23./24. Juni, jeweils von 15 bis 18 Uhr in ihr Haus, Am Schoppenhof 6 (Holperdorper Straße 27), ein. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

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