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Sa., 09.11.2013

Literarischer Herbst Wibbelt und Grillparzer sind zu Gast

Lienen - 

Lienen. Der literarische Herbst geht in die zweite Runde. Im Haus des Gastes bietet die VHS Lengerich Literatur-Liebhabern gleich zwei Bonbons. Die Veranstaltungen drehen sich um Augustin Wibbelt und Franz Grillparzer.

Der literarische Herbst geht in die zweite Runde. Im Haus des Gastes bietet die VHS Lengerich Literatur-Liebhabern gleich zwei Bonbons.

Zunächst gibt es am 14. November einen Augustin Wibbelt-Abend am Kamin. Im September jährte sich sein Geburtstag zum 151. Mal. der Volkshochschule ist es gelungen, den einzigen noch lebenden Freund des plattdeutschen Autors zu einer Lesung einzuladen: Rainer Schepper. An zahlreichen Orten hat er bereits detailreich über den plattdeutschen Lyriker referiert, geschrieben und natürlich seine Werke rezitiert.

Verfolgt man Wibbelts Lebensweg, so begann der katholische Priester schon als Student erste Gedichte in seiner von ihm so geschätzten Mundart zu verfassen. Es folgten Erzählungen, Romane und viele Gedichte, alle gespickt mit einem wunderbaren Humor, Feinsinn und geballter Weisheit. Am 19. Juni 1946 wurde Augustin Wibbelt als erstem Dichter in der Nachkriegszeit der Anette von Droste-Hülshoff-Preis verliehen, die höchste literarische Auszeichnung Westfalens, heißt es in der von Schepper verfassten Festschrift der Schola Carolina in Warendorf, die Schule, die auch Wibbelt besuchte.

Die Lesung beginnt am 14. November um 19.30 Uhr. Karten zum Preis von acht Euro, ermäßigt sechs Euro, gibt es an der Abendkasse.

Musik ist das Stichwort für das nächste Bonbon am 12. Dezember. Dann geht es um „ Grillparzer und die Musik“.

Franz Grillparzer, 1791 in Wien geboren und dort 1872 gestorben, gilt als österreichischer Nationaldichter und ist vor allem als Dramatiker hervorgetreten. Seine poetischen Anfänge wurden beeinflusst von der Romantik, seine Schaffenskraft in der Dramatik aber trat in den 1820er und 1830er Jahren hervor.

Mit der Besetzung Hermann Badde (Text), Markus Lehnert (Klavier) und Julian Teltenkötter (Saxofon), wird den Hörern ein sehr interessanter Poet nahe gebracht. Franz Grillparzer hat so ziemlich alle Größen der Musik persönlich kennen gelernt, die in der Ära der Romantik in Wien Station gemacht haben beziehungsweise dort lebten. Beethoven kannte er persönlich, lebte sogar einen Sommer lang mit ihm unter einem Dach Tür an Tür. Mit Franz Schubert war er befreundet. Berühmte Musiker wie den Sohn Wolfgang Amadeus Mozarts, Franz Xaver, aber auch Franz Liszt, Paganini, Clara Schumann, damals noch Wieck, und viele andere lernte er kennen. Und jeder Persönlichkeit, die für uns heute Geschichte ist, hat er wenigstens ein Gedicht gewidmet.

So ergeben sich ein bunter Strauß an musikalischen Ereignissen und ein beeindruckendes Panorama eines Zeitzeugen, der selber ein unglaublich begabter Musiker und Musikliebhaber war. Durch Grillparzers Texte werden, nur kurz vorangestellt ihre jeweilige Entstehungsgeschichte, Musiker der romantischen Epoche wieder lebendig. Vor allem Beethoven ist ein umfangreicher Programmteil gewidmet, vorausgehend Mozart und dessen Sohn. Im dritten Block erscheinen wichtige Persönlichkeiten in der Musik des 19. Jahrhunderts. Eingerahmt wird das Programm jeweils am Anfang und am Ende mit einem Gedicht zum Thema Musik.

Diese Lesung im Haus des Gastes beginnt am 12. Dezember um 19.30 Uhr. Karten gibt es an der Abendkasse. Sie kosten acht Euro, ermäßigt sechs Euro.

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