Mi., 03.09.2014

Freie Waldorfschule Auf einer Welle der Euphorie

Im östlichen Flügel der Hauptschule möchte der Förderverein Freie Waldorfschule Lienen einen Klassenraum anmieten, um dort zu zeigen wie und in welchem Rahmen künftig unterrichtet wird.

Im östlichen Flügel der Hauptschule möchte der Förderverein Freie Waldorfschule Lienen einen Klassenraum anmieten, um dort zu zeigen wie und in welchem Rahmen künftig unterrichtet wird. Foto: Wilhelm Schmitte

Lienen - 

Zuversicht und Aufbruchstimmung. Der Förderverein Freie Waldorfschule Lienen und die Gemeinde wollen diesen Rückenwind für eine Schulgründung ausnutzen. Am 1. August 2015 soll in einem Raum der Hauptschule Unterricht erteilt werden.

Von Wilhelm Schmitte

Dafür hat der Ausschuss für Schule und Bildung die Weichen gestellt. Einmütig hat die Runde beschlossen, dass die Initiative kurzfristigen einen Klassenraum in der Hauptschule nutzen kann. Gleichzeitig geht der Auftrag an die Verwaltung einen Mietvertrag für die Nutzung der Räume auszuarbeiten. Darüber sollen Haupt- und Finanzausschuss sowie der Rat befinden.

Inzwischen, so Charlotte Lux, die den Waldorfkindergarten leitet, liegen 20 Anmeldungen vor. Die Bezirksregierung mache keine Auflagen, mit wie vielen Schüler der Betrieb beginne. Bei 25 gebe es den vollen Zuschuss. Waldorfschulen bauten sich von klein auf auf. Lux: „Von den Eltern ist viel Eigenarbeit gefordert.“ Der monatliche Elternbeitrag bewege sich um 150 Euro je Kind.

Zurzeit sucht die Initiative einen Gründungslehrer. In Sachen Raum-Anmietung macht Charlotte Lux Druck: „Wir befinden uns auf einer euphorischen Welle. Das müssen wir ausnutzen. Wenn wir noch ein Jahr warten, bricht das ein. Wir brauchen bis Mitte Oktober eine Mietoption.“

Um potenziellen Eltern den Schulbetrieb besser zeigen zu können, soll in der Hauptschule modellhaft ein Raum gestaltet werden. Mit einer flammenden Rede macht sich am Montagabend während der Sitzung des Schulausschusses im Haus des Gastes Dr. Martin Hellwig für die Waldorfschule stark. „So eine Chance für die Gemeinde bekommen wir nicht wieder“, glaubt der Bürgermeister. Für den Ratsvorsitzenden sind im Augenblick alle Signale positiv. Daher wirbt er für ein Mietangebot.

Einem in die Diskussion gebrachten Vorschlag, die Grundschule in das Hauptschulgebäude umziehen zu lassen, steht Hellwig reserviert gegenüber. Auch bei der Grundschule stößt das nicht auf Begeisterung. Rektorin Annette Füllborn : „Wir würden gern bleiben.“

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