Di., 21.10.2014

Vertreter von Verwaltung und Gemeinderat sprechen mit dem Regierungspräsidenten Umgehung und Kalk im Fokus

Lienen - 

Der zweite Abschnitt der Dorfentlastungsstraße war ein zentrales Thema beim Besuch von Regierungspräsident Professor Dr. Reinhard Klenke in Lienen. Der Gast sagte seine Unterstützung zu, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde. Zur Sprache gekommen war auch die Absicht der Gemeinde, den Bau des zweiten Abschnitts der Umgehungsstraße gemeinsam mit dem Kreis im Rahmen des vorzeitigen Baubeginns zunächst vorzufinanzieren.

Das Thema Abgrabung im Teutoburger Wald und in diesem Zusammenhang das zurzeit laufende Verfahren für die Aufstellung des Sachlichen Teilplanes Kalkstein zum Regionalplan wurde vom Regierungspräsidenten ausführlich erläutert. Gesprächsteilnehmer waren neben dem Bürgermeister und Mitarbeitern der Verwaltung auch Vertreter der Ratsfraktionen.

Der Teilplan umfasse neben den Abgrabungsbereichen im Teutoburger Wald auch die gesamte Abgrabungssituation im Bereich des Regionalplanes Münsterland mit dem Ziel, die regionale Versorgung mit dem Rohstoff Kalk sicherzustellen. Reinhard Klenke zeigte Verständnis für die Sorgen der Naturschützer, der Wirtschaft und der betroffenen Arbeitnehmer. „Die FFH-Verträglichkeitsprüfung wird wesentliche Erkenntnisse bringen“, war er überzeugt.

Sofern nach dem Ergebnis der Umweltverträglichkeitsprüfung weitere Abgrabungen im Teutoburger Wald möglich seien, würden die Unterlagen für das erforderliche Meinungsausgleichsverfahren erarbeitet. In diesem Verfahren könnten alle Beteiligten ihre Bedenken und Anregungen vortragen. Von daher sei eine Stellungnahme derzeit nicht erforderlich.

Er sicherte zu, dass alle in diesem Verfahren vorgetragenen Bedenken und Anregungen in seinem Hause objektiv, sachgerecht und ergebnisoffen abgewogen würden. Anschließend werde der Regionalrat über das weitere Verfahren entscheiden.

Mit Blick auf den Ende Juni in Kraft getretenen Regionalplan Münsterland wollte CDU-Fraktionssprecher Michael Stehr wissen, wie den Bewohnern von Kattenvenne, einem Ortsteil mit weniger als 2000 Einwohnern, aber einer sehr guten Infrastruktur, die Sorge genommen werden könne, dass für Kattenvenne etwa keine neuen Bauflächen ausgewiesen werden.

Der Regierungspräsident empfahl, bei entsprechenden Plänen rechtzeitig vorher Gespräche mit dem Fachdezernat Regionalplanung zu führen, um zu klären, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssten.

Bürgermeister Dr. Hellwig berichtete über die Schulentwicklung in der Gemeinde Lienen und die aktuellen Bemühungen einer Elterninitiative zur Gründung einer Waldorfschule in Lienen zum Schuljahr 2015/2016. Hierfür habe der Rat dem Abschluss eines Mietvertrages für die Nutzung von Räumlichkeiten in der Hauptschule zugestimmt.

Reinhard Klenke nutzte die Gelegenheit, sich im Waldorfkindergarten und im Demonstrationsraum in der Hauptschule über die aktuellen Aktivitäten der rund 20 Gründungsmitglieder und den Stand der Gründung zu informieren. Der Regierungspräsident begrüßte laut Mitteilung der Gemeinde dieses Vorhaben. Die Initiative werde bei den Gründungsformalitäten in konstruktiver Zusammenarbeit von den Mitarbeitern der Fachabteilung seines Hauses unterstützt, sicherte er zu.

Zum Abschluss seines Besuchs überreichte Reinhard Klenke dem Bürgermeister die erste Broschüre über die Arbeitsergebnisse von Baureferendaren seines Präsidiums und des Präsidiums in Arnsberg. Sie hatten sich im Mai für eine Woche mit Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich der Verwaltungsgebäude und der Grundschule (zwischen Schulstraße und Friedhofstraße) im Rahmen einer Projektarbeit befasst.

Dr. Martin Hellwig sprach von ansprechenden und praxisnahen Vorschlägen. Diese seien eine gute Grundlage als Anregungen und Entscheidungshilfen für die weiteren Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie im Rat.

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