Fiktion der Firma FH Finnholz
Der Reichstag ganz aus Holz

Lienen -

Anja Karliczek, CDU-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Steinfurt, und der Ortsvorsitzende und stellvertretende Bürgermeister von Lienen, Gerhard Schomberg (CDU), besuchten die FH Finnholz, um das Unternehmen und das Projekt „Plan B“ kennenzulernen. „Neubauten in Holzbauweise sind in Nordrhein-Westfalen unterdurchschnittlich stark verbreitet. Andere Bundesländer sind schon viel weiter“, erklärte die Politikerin.

Dienstag, 30.06.2015, 09:06 Uhr

Sie folgten einer Einladung der FH Finnholz aufgrund einer Anfrage an den deutschen Bundestag , in der es um die Unterstützung des Projektes „Plan B“ ging. Im Rahmen dessen werden historische Gebäude in Holzbauweise nachgebaut. Das Unternehmen trat an Karliczek heran, da es sich für das Reichstagsgebäude in Berlin entschieden hat.

Das Projekt „Plan B“ (www.metsawood.com/planb/index.html) ist in drei Phasen gegliedert. Zuerst wird das Gebäude architektonisch skizziert und ein 3D-Modell entworfen. Im nächsten Schritt wird der Bauplan von einem Statiker verwirklicht. Im letzten Schritt geht es darum die eigentliche Konstruktion und Logistik wirtschaftlich und effizient durchzuführen, selbstverständlich nur fiktiv – gebaut wird das Gebäude nicht.

Die Herausforderung ist es, eine erkennbare, moderne Version des ursprünglichen Gebäudes mit der Verwendung von Holz als Hauptmaterial zu entwerfen. So werden die Möglichkeiten der ökologischen Holzbauweise mit dem einzig nachwachsenden Konstruktionsbaustoff Holz aufgezeigt. Abteilungsleiter des hauseigenen Statikbüros, Diplom-Ingenieur Andreas Rutschmann , zeigte und erläuterte während des Besuchs den aktuellen Stand des Projekts.

Die Schwerpunkte der Gespräche lagen nach Angaben des Unternehmens auf den Themen Projekt „Plan B“, Hallen- und Holzingenieurbau. Derzeit ist das Unternehmen auf der Suche nach neuen Mitarbeitern mit der Qualifikation Ingenieur oder Bachelorabsolvent mit dem Schwerpunkt Holzbau. Dieses Thema führte zu besonderer Aufmerksamkeit bei Karliczek. „Früher hatten die Arbeitgeber die Macht über Arbeitnehmereinstellungen, doch heute wandelt sich dieses Thema zunehmend. Es herrscht immer ein Ungleichgewicht und nie eine Ausgeglichenheit.“

Außerdem wurde die Übernahme des Unternehmens durch Sven Kirchner und Srboljub Stancic, beide geschäftsführende Gesellschafter, thematisiert. Wie Schomberg bestätigte, ist „dies noch nicht vollends über die Grenzen Lienens hinaus gegangen.“

Im Anschluss an die Gespräche mit Sven Kirchner, Abteilungsleiter des hausinternen Statikbüros Andreas Rutschmann und Marketingassistentin Elena Seliger besichtigten die Gäste die Produktion vor Ort, inklusive der Elementfertigung in Holzrahmenbauweise und CNC-Plattenbearbeitungszentrum.

Die Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek zeigte sich beeindruckt vom großen Team und den vielfältigen Geschäftsfeldern, die sich hinter der FH Finnholz verbergen. Auch der stellvertretende Bürgermeister Schomberg freut sich auf einen eventuellen nächsten Besuch, dann mit der CDU-Ortsunion Lienen.

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