Anzeige

Mo., 10.08.2015

75 Jahre Feuerwehr Kattenvenne: 163 Helfer meistern angenommene Gefahrenlage Für den Ernstfall gut gerüstet

Mit Hilfe vieler Darsteller wie diesem Jungen in den Armen des Helfers wurde die bedrohliche Lage in Kattenvenne den Zuschauern sehr realistisch präsentiert.

Mit Hilfe vieler Darsteller wie diesem Jungen in den Armen des Helfers wurde die bedrohliche Lage in Kattenvenne den Zuschauern sehr realistisch präsentiert. Foto: Anika Leimbrink

Lienen-Kattenvenne - 

14.04 Uhr. Ein Alarmsignal lässt die Menschen in Kattenvenne aufhorchen. Der Grund für die Alarmierung: Ein Schreckensszenario innerhalb des kleinen Dorfes. Eine brennende Lagerhalle, verletzte und vermisste Personen, schwere Verkehrsunfälle. – Zum Glück ist es nur eine Großübung, die die beteiligten Helfer bravourös meistern.

Von Anika Leimbrink

14.04 Uhr. Ein Alarmsignal lässt die Menschen in Kattenvenne aufhorchen. Der Grund für die Alarmierung: Ein Schreckensszenario innerhalb des kleinen Dorfes. Eine brennende Lagerhalle , verletzte und vermisste Personen, schwere Verkehrsunfälle.

Was sich für den Betrachter realistisch und erschreckend darstellt, ist allerdings inszeniert. Es handelte sich am Samstagnachmittag um eine große und gemeindeübergreifende Feuerwehrübung im Rahmen des 75-jährigen Bestehens des Löschzuges Kattenvenne.

Insgesamt 163 Einsatzkräfte aus sechs Feuerwehren der Gemeinden Lienen /Kattenvenne, Lengerich, Ladbergen, Schwege, Glandorf und Ostbevern, Männer des Technische Hilfswerkes und des Deutschen Roten Kreuzes Lengerich sowie der Höhenrettung Dyckerhoff beteiligten sich an der Übung. Für sie galt es, 14 Verletzte in einem von Tom Pabst vom Löschzug Kattenvenne erdachten Szenario zu retten.

Die angenommene Lage: In der Lagerhalle der Holzhandlung Kröger hat es eine Verpuffung gegeben. Die damit einhergehende enorme Druckwelle hat auf der angrenzenden Straße dafür gesorgt, dass ein Auto in den Fußgängertunnel des Bahnhofs geschleudert wurde. Ein weiteres klemmt zwischen einem Holzstapel und einem Teleskoplader, dessen Laderspitze in dem Wagen steckt.

Die Einsatzkräfte fackelten nicht lange, als sie den Unfallort erreichten. Aufgeteilt in drei Einsatzbereiche zeigten sie den vielen Zuschauern, was die hiesigen Feuerwehren drauf haben.

Schnell reagierten die Wehrmitglieder, machten sich ein Bild von der Einsatzlage und arbeiteten eng und konzentriert zusammen. „Die Kommunikation und Organisation bei so einem Super-Gau sind extrem wichtig“ erklärt Eckhard Ehmann , stellvertretender Leiter der Feuerwehr Lienen/Kattenvenne. Denn die unübersichtliche Unfalllage erfordert ein systematisches Vorgehen mit genauen Absprachen. Auch wenn die Feuerwehren sich untereinander kaum kennen. Im Ernstfall müssen für einen Unfall solchen Ausmaßes alle einsatzbereiten und naheliegenden Rettungskräfte mobilisiert werden.

„Solche Großübungen schulen uns und zeigen uns sehr viel“ führt Eckhard Ehmann weiter aus, der schon seit 1977 bei der Feuerwehr ist. Er erklärt: „Die Übung hat einen sehr hohen Stellenwert für uns. Wir werden im Anschluss daran einen Fahrplan erstellen, wie bei so einem Ernstfall vorzugehen ist.“

Um 15.27 Uhr endet der Großeinsatz, der von den Beteiligten als reibungslos und positiv empfunden wurde. Über den Besuch der Ehrenabteilung der Feuerwehr Lienen/Kattenvenne freute Eckhard Ehmann sich besonders.

Ralph Rafael Meier, Leiter der Feuerwehr Lienen, überreichte als stellvertretender Kreisbrandmeister Ehmann die Geburtstagsurkunde vom Land Nordrhein-Westfalen.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

immomarkt.ms Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3433604?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F176%2F