Mi., 23.12.2015

Julian Fletemeyer eröffnet Dependance „platzhirsch“ bald in Gellenbeck

Freuen sich auf die Partnerschaft: Julian Fletemeyer mit Selina Prothmann sowie Kerstin und Thomas Lachmann (links). In der ehemaligen Gaststätte Herkenhoff eröffnet im nächsten Jahr der „platzhirsch“ (kleines Bild).

Freuen sich auf die Partnerschaft: Julian Fletemeyer mit Selina Prothmann sowie Kerstin und Thomas Lachmann (links). In der ehemaligen Gaststätte Herkenhoff eröffnet im nächsten Jahr der „platzhirsch“ (kleines Bild). Foto: Wilhelm Schmitte

Lienen - 

Der Lienener „platzhirsch“ bekommt in Hagen-Gellenbeck einen Ableger. Größer, aber mit gleicher Karte (gutbürgerlich, Cocktails und Kaffee) sowie gewohntem Service. Julian Fletemeyer (30) und seine Freundin Selina Prothmann, BWL-Studentin und schon jetzt im Lienener Betrieb tätig, sind ab kommenden Jahr Pächter der ehemaligen Gaststätte Herkenhoff (Natruper Straße 56).

Von Wilhelm Schmitte

Am 1. April öffnet das Restaurant. Bereits Mitte Februar geht der Saalbetrieb mit plattdeutschem Theater, Grünkohlessen und Familienfeiern los. Einschließlich Küche stehen 800 Quadratmeter Fläche zur Verfügung.

„Wir fahren das gleiche Konzept“, sagt Fletemeyer während eines Ortstermins in der niedersächsischen Nachbargemeinde. Was das bedeutet? Beste Zutaten, traditionelles Handwerk (Suppen und Soßen sind aus selber hergestellten Brühen gekocht) und Verantwortung (Ausbildung von Nachwuchs, Strom und Gas aus ökologischer Herkunft). Auch Catering umfasst das Angebot.

Die Traditionsgaststätte Herkenhoff hat im Mai vergangenen Jahres nach 111 Jahren ihre Pforten geschlossen. Aus Altersgründen zogen sich Marlies und Klaus Glasmeyer zurück. Thomas und Kerstin Lachmann, die in Hagen das gleichnamige Tiefbau- und Recycling-Unternehmen betreiben, haben die Immobilie erworben.

Für den Umbau von Saal und Gasträumen nehmen sie eine Menge Geld in die Hand. „Eine sechsstellige Summe. Alles kommt auf den neuesten Stand.“ Mehr will Thomas Lachmann zu den Kosten nicht preisgeben. Der Saal mit 120 (200 bei Theateraufführungen) Plätzen ist bereits renoviert. In den Gasträumen (60 bis 70 Plätze) und den Toiletten haben Handwerker das Sagen. Im nächsten Jahr kommt ein neuer Biergarten mit 80 Plätzen hinzu. Lachmann: „Das wird für mich ein Prestigeobjekt.“

Der Unternehmer glaubt an sein Investment: „Kirche, Sporthalle, Feuerwehr und Schule liegen um die Ecke.“ Dort sieht Lachmann Potenzial. Familienfeiern, Feste oder Vereinslokal. Und: Der „platzhirsch“ hat demnächst einen der größten Säle in Hagen.

Vor Wochen haben sich Lachmann und Fletemeyer gefunden. Der eine hat sein Herz an das Objekt verloren, der andere kniet sich voller Elan und Freude in die Arbeit. Fletemeyer übernimmt einen Koch-Azubi und stellt einen zweiten Koch ein. Somit sind sie zu dritt. Ferner wird Hagen Ausbildungsstandort. Auch beim Servicepersonal gibt es Verstärkung. Durch das zweite Bein erhofft sich der Lienener Synergieeffekte – bei Ruhetagen, Überbuchungen oder personellen Engpässen. Die Entfernung zwischen beiden Betrieben ist kurz. „13 bis 14 Minuten mit dem Auto“, fügt Fletemeyer hinzu. Er entstammt einer Gastronomenfamilie, die in Lienen seit 1856 im Geschäft ist. 

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