Fr., 25.12.2015

Jürgen Sottong dokumentiert den Ölmühlenbach Der Bachläufer

Jürgen Sottong freut sich: Monatelang hat der 77-Jährige den Lauf des Ölmühlenbachs erkundet, Fotos gemacht und anschließend einen Bildband mit vielen Aufnahmen und kurzen Texten dazu gemacht.

Jürgen Sottong freut sich: Monatelang hat der 77-Jährige den Lauf des Ölmühlenbachs erkundet, Fotos gemacht und anschließend einen Bildband mit vielen Aufnahmen und kurzen Texten dazu gemacht. Foto: Wilhelm Schmitte

Lienen - 

Mit dem Rad ist es 450 Kilometer unterwegs gewesen. Bis zur Fertigstellung des (handlichen) Büchleins hat es gut sechs Monate gedauert. Herausgekommen ist der Bildband „Der Ölmühlenbach – von der Quelle bis zur Mündung.“ Jürgen Sottong hat sich auf das Unternehmen eingelassen.

Von Wilhelm Schmitte

Alles fängt vor Jahren mit der Frage seines Enkels Martin an. „Opi, wohin fließt eigentlich der kleine Bach?“ will der Steppke wissen. Die Antwort will der 77-Jährige geben. Er macht sich auf den Weg in den Teutoburger Wald. Im Aldruper Berg ist die Ölmühlenbach-Quelle zu finden. Wenig später sprudelt das Nass am Wasserfall einige Meter in die Tiefe.

Östlich der Kirstapel-Siedlung murmelt das Gewässer durch Stegemanns Teich in Richtung Aldrup. Das zu einem Wohnhaus umgebaute Mühlengebäude hat der Rentner ebenso festgehalten wie den Zusammenfluss zuvor mit der Liene. Jetzt ist es der Mühlenbach, der einst das hölzerne Rad in Baumhöfeners Mühle antrieb.

Durch Holzhausen schlängelt sich das Gewässer. In Kattenvenne kurz vor den Gleisen der Bahnstrecke Münster-Osnabrück vereinigen sich Mühlen- und Bullerbach zum späteren Ladberger Mühlenbach. Vorbei an Erpenbecks Getreidemühle wird der Dortmund-Ems-Kanal unterquert. Nördlich vom Flughafen passiert das Gewässer eine weitere Mühle (mit Stromerzeugung) und das Anwesen „Waldesruh“. Der Ladberger Mühlenbach und der Eltingmühlenbach fließen zusammen. Es entsteht die Glane, die wenig später zwischen Emsdetten-Hembergen und Saerbeck die Ems erreicht.

Dieser Fluss erreicht über Lingen und Papenburg bei Emden die Nordsee. Auf ein paar Tropfen des Ölmühlenbachs schwimmen auch die nagelneuen Kreuzfahrtschiffe, die von der Papenburger Meyer Werft gebaut werden.

Wie ist es Jürgen Sottong bei seinem Projekt ergangen? „Es hat unheimlich Spaß gemacht. Es war so spannend“, berichtet der ehemalige Vertreter. An vielen Stellen sind die Gewässer nicht so ohne Weiteres zu erreichen gewesen. Feuchte Wiesen, Stacheldraht oder Wallhecken galt es zu überwinden. Ein Exemplar seines Bildbandes (21 mal 21 Zentimeter) hat der Lienener inzwischen dem Heimatverein vermacht.

Sein Enkel Martin, inzwischen erwachsen, kennt jetzt den Verlauf des Ölmühlenbachs genau. Jede Menge Landschaftsaufnahmen dokumentieren das.

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