Mo., 15.02.2016

Heimatverein pflegt Tradition Grünkohl in Theorie und Praxis

Der Shanty-Chor Ostbevern unterhält die Heimatfreunde auf der Aldruper Diele beim traditionellen Grünkohlschmaus..

Der Shanty-Chor Ostbevern unterhält die Heimatfreunde auf der Aldruper Diele beim traditionellen Grünkohlschmaus.. Foto: Christof Spannhoff

Lienen - 

140 hungrige Gäste aus Nah und Fern ließen sich auf Einladung des Heimatvereins auf der Aldruper Diele Grünkohl schmecken. Bestens unterhalten wurden sie dabei vom Posaunenchor und dem Shanty-Chor Ostbevern.

Von Christoph Spannhoff

„Grünkohl, Grünkohl – wir haben dich alle so gern, so gern. Grünkohl, Grünkohl, drum komm‘ wir von nah und von fern!“ Mit dieser Hymne auf den Grünkohl zur Melodie „My Bonny ist over the Ocean“ stimmten sich rund 140 Heimatfreunde auf das traditionelle Grünkohlessen des Heimatvereins Lienen auf der schön hergerichteten Aldruper Diele an der Meckelweger Straße ein.

Doch bevor sich die Gäste an dem reichhaltigen Grünkohlbüfett stärken konnten, wurden sie vom Lienener Posaunenchor unter der Leitung von Ina Voß sive Gralmann mit klassischen und modernen Stücken begrüßt. Von Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ über „Highland Cathedral“ bis hin zu „You rise me up“ (Westlife) reichte das Repertoire. Heimatvereins-Vorsitzender Friedel Stegemann ist Trompeter und freut sich nach dem Auftritt über die vielen Mitglieder sowie Gäste aus den Nachbarorten Tecklenburg, Lengerich und Glane, die zur Aldruper Diele gekommen sind.

Nach dem wohlschmeckenden Kohlschmaus wurden die Heimatfreunde vom 50-köpfigen Shantychor Ostbevern eine Stunde lang mit volkstümlichen und maritimen Liedern bestens unterhalten. Das Repertoire des Chores, das aus gut 100 Liedern besteht, bietet alles, was zur Seefahrt dazu gehört: Mädel, Rum, Wasser, Abschied, Tränen, Freude und Abenteuer. So erlebten die Gäste einen schönen und unterhaltsamen Abend.

Der erste Nachweis über Grünkohlanbau und -verzehr in der Region findet sich übrigens im Jahr 1672. In seiner Beschreibung der Grafschaft Tecklenburg, notiert der Wersener Pfarrer Gerhard Arnold Rump im zweiten Kapitel „Von der Gelegenheit / Art und Beschaffenheit der Grafschafft Tekelenburg“: „So ist auch was anlanget die Land-arth und der Acker nebenst Wiesengewechs diese Grafschafft keinem Theil Westfahlens schüldig zu weichen; Dan es wächset alhie guter schierer Roggen / weisser Weitzen / Gersten / Buchweitzen / weiß- und schwartzer Habern / Rübesahmen / guter gesunder brauner Kohl / auch trefflich guht Obst / sonderlich in den Adelichen und anderen wohlzugerichteten Garten.“

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