Di., 18.10.2016

Schwerlasttransporter liefern Windrad-Komponenten Schneise durch den Kreisel

Die vier neuen Windräder sehen ihrer Fertigstellung entgegen. Für die Anlieferung der Rotoren und der Gehäuse für die Generatoren wurde der Kreisverkehr der B 475 am Ortsrand von Kattenvenne (kleines Bild) im wahrsten Sinne des Wortes bereits platt gemacht.

Die vier neuen Windräder sehen ihrer Fertigstellung entgegen. Für die Anlieferung der Rotoren und der Gehäuse für die Generatoren wurde der Kreisverkehr der B 475 am Ortsrand von Kattenvenne (kleines Bild) im wahrsten Sinne des Wortes bereits platt gemacht. Foto: Michael Schwakenberg

Leinen-Kattenvenne/Glandorf - 

Der einst sanft ansteigende Hügel durchschnitten, die frische Schneise mit einem Schotterbelag versehen. Das Bild, das der Kreisverkehr im Bereich B 475/Ringeler Straße/Münsterstraße derzeit abgibt, wirft Fragen auf. Die lassen sich allerdings schnell und plausibel beantworten: Im Laufe des Novembers passieren etliche Schwertransporte Kattenvenne, um Teile für die im Bau befindlichen Windräder in Glandorf anzuliefern. Insgesamt sind das zwölf Rotorblätter und vier Gehäuse für die Generatoren der vier Windräder.

Von Michael Schwakenberg

Erst in diesem Sommer war die Bundes-Immissionsschutzgesetz-Genehmigung für die Windräder erteilt worden, da lagen die Fundamente für die Kräne schon längst im Boden. Seither ging und geht es zügig voran, so dass die Türme bereits stehen. Bauherr ist die Prowind GmbH, nach deren Auskunft die Anlagen bei einer Nabenhöhe von knapp 140 Metern insgesamt rund 200 Meter hoch werden. Die Rotorenblätter werden die stattliche Länge von 60 Metern vorweisen können. Die vier Anlagen des Herstellers GE werden eine Gesamtleistung von 2,75 Megawatt haben.

Bis zuletzt hatten sich Anwohner – auch auf Lienener Seite – gegen die Genehmigung und Aufstellung der Windkraftanlagen gewehrt. Eine der Anlagen entsteht am Liener Weg, nur wenige Hundert Meter von der Ortsgrenze zu Lienen entfernt. Genutzt hat der Protest am Ende nichts.

Und so rollen voraussichtlich zwischen dem 2. und 26. November die Schwerlasttransporte über die B 475, um die noch fehlenden Teile im XXL-Format anzuliefern. Vermutlich geschieht das nachts, wie Günter Glose, in der Lienener Verwaltung Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, den WN mitteilte. Und wer bezahlt den „Eingriff“ in die Substanz des Kreisverkehrs, der im Zuständigkeitsbereich des Landesbetriebs Straßen.NRW liegt? Der Steuerzahler jedenfalls nicht. „Das macht der Investor“, betont Glose.

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