Di., 05.12.2017

Experte informiert über E-Gouverment Per Mausklick aufs Amt

Marcus Egelkamp, Geschäftsführer der KAAW, riet Politik und Verwaltung dazu, die Umsetzung des Onlinezugangsverbesserungsgesetzes (OZG) möglichst schnell in Angriff zu nehmen.

Marcus Egelkamp, Geschäftsführer der KAAW, riet Politik und Verwaltung dazu, die Umsetzung des Onlinezugangsverbesserungsgesetzes (OZG) möglichst schnell in Angriff zu nehmen. Foto: Michael Schwakenberg

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Es entspricht längst der Lebenswirklichkeit vieler Menschen, Anträge, Bestellungen oder andere Dienstleistungen online oder per App zu erledigen beziehungsweise in Anspruch zu nehmen. Und weil der Gesetzgeber es so will, kommen auch die kommunalen Verwaltungen nicht daran vorbei, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Von Michael Schwakenberg

E-Gouverment lautet das Stichwort dazu. Dazu muss aber erst noch ein Großteil von über 1000 Verwaltungsakten in elektronische Transaktionen umgewandelt werden. Worauf es dabei ankommt und welche Schritte jetzt eingeleitet werden müssen, darüber informierte Marcus Egelkamp, Geschäftsführer des Zweckverbandes KAAW, kürzlich im Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde.

Heute ist vielfach noch die persönliche Unterschrift erforderlich, der Gang zum Briefkasten oder direkt aufs Amt bei Anträgen oder Meldungen in vielen Fällen unerlässlich. Wie der Fachmann erläuterte, kann die einfache Form der Authentifizierung eines Bürgers mit Hilfe des sogenannten Servicekontos NRW erfolgen – ein individuelles Nutzerkonto, das jeder Bürger für sich nutzen kann. Wie bei zahlreichen anderen Online-Aktivitäten brauche sich der Bürger nur einmal anmelden und authentifiziert sich anschließend bei Bedarf – etwa für die Anmeldung eines Hundes – mit seinem Benutzernamen und seinem Passwort.

Allerdings geht es beim E-Governemt nicht nur um Verwaltungsakte zwischen Verwaltung und Bürger, sondern auch um interne Abläufe, zum Beispiel das bestellen eines neuen Abfalleimers.

Egelkamp riet der Gemeinde, nicht unnötig Zeit verstreichen zu lassen, sondern schnellstmöglich in die Thematik einzusteigen. So könnten innerhalb der Verwaltung Arbeitsgruppen dazu gebildet werden. Er betonte zudem, dass ein Austausch zwischen der KAAW und den Kommunen sowie der Kommunen untereinander dringend erforderlich sei, um zu gemeinsamen und geeigneten Lösungen bei der Umsetzung des Onlinezugangsverbesserungsgesetzes (OZG) zu kommen.

Er wies aber auch darauf hin, dass in diesem Prozess nicht alles auf alle Kommunen übertragbar sei. Egelkamp: „Jede Gemeinde muss individuell betrachtet werden.“

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