Mi., 06.12.2017

Rat tagt am Montag in Kattenvenne Haushalt, Windkraft und mehr

Lienen/Kattenvenne - 

Die letzte Ratssitzung des Jahres findet am kommenden Montag, 11. Dezember, statt. Allerdings nicht wie sonst im Haus des Gastes, sondern im Schulungsraum der Feuerwehrhaus in Kattenvenne. Beginn ist um 18 Uhr. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Einbringung des Entwurfs des Haushaltsplans 2018.

Von Michael Schwakenberg

Ebenso geht es um vier geplante Windkraftanalgen in der Glandorfer Bauerschaft Averfehrden, wozu der Landkreis Osnabrück im Rahmen des immissionsschutzrechtlichen Verfahrens eine Stellungnahme der Gemeinde Lienen angefordert hat. Geplant sind Anlagen mit einer Gesamthöhe von knapp 200 Metern, was der Höhe der zuletzt auf Glandorfer Gebiet errichteten Anlagen an der Glandorfer Straße entspricht. Die Entfernung beträgt 600 Meter bis zur Landesgrenze und einen Kilometer bis zur nächsten Bebauung auf Lienener Gebiet. Nach den der Gemeinde vorliegenden Unterlagen ist die Erschließung der Windenergieanlagen ausschließlich über Straßen auf Glandorfer dem Gebiet vorgesehen.

Beim Aspekt Belastung durch Schattenwurf kommt die Gemeinde auf der Grundlage von Gutachten zu dem Schluss, „dass keine beziehungsweise keine nennenswerten Belastungen für Lienen erkennbar sind. Dem zuständigen Fachausschuss stellte sich allerdings die Frage, ob Windräder mit derlei Ausmaßen nicht eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes zur Folge haben. In diesem Punkt gingen die Meinungen auseinander: Während einige Ausschussmitglieder befürchteten, die Fernsicht auf den Teuto würde verstellt werden, beleuchtete Georg Kubitz vom Bündnis für Demokratie und Ökologie diesen Aspekt aus einem ganz anderen Blickwinkel, im wörtlichen wie im übertragenen Sinne: „Wenn ich vom Teuto auf die Windräder schaue, dann finde ich das überhaupt nicht störend. Für mich sind die ein Zeichen für die Energiewende.“ Einigkeit herrschte in dem Punkt, dass entlang der Gemeindegrenze zu Lienen keine weiteren Anlagen mehr aufgestellt werden sollen.

Ob die Stellungnahme überhaupt etwas bewirkt, da hatte CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Stehr so seine Zweifel: „Wir können hier schreiben, was wir wollen. Das interessiert in Niedersachsen sowieso keinen.“

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