Do., 07.12.2017

Panzerknacker mühen sich 1968 vergeblich ab Ganoven beißen sich die Zähne aus

Während die Ganoven den kleineren der beiden Tresore geöffnet bekamen, gelang ihnen das bei dem größeren Exemplar nicht.

Während die Ganoven den kleineren der beiden Tresore geöffnet bekamen, gelang ihnen das bei dem größeren Exemplar nicht.

Lienen - 

Heutzutage werden Geldschränke mit brachialer Gewalt aus der Wand gerissen und komplett mitgenommen – oder im Falle von Geldautomaten gleich an Ort und Stelle gesprengt und leer geräumt. Angesichts dieses rücksichtlosen Vorgehens kommen schon fast nostalgische Gefühle auf, wenn man in alten Ausgaben von Panzerknackern der alten Schule liest, die nicht sinnlos rohe Kräfte walten ließen, sondern in mühevoller Handarbeit ihr Glück probierten, wenn auch vergebens. Vor 50 Jahren, am 21. Dezember, fand sich ein solcher Bericht im „Tecklenburger Landboten“.

Von Michael Schwakenberg

Heutzutage werden Geldschränke mit brachialer Gewalt aus der Wand gerissen und komplett mitgenommen – oder im Falle von Geldautomaten gleich an Ort und Stelle gesprengt und leer geräumt. Angesichts dieses rücksichtlosen Vorgehens kommen schon fast nostalgische Gefühle auf, wenn man in alten Ausgaben von Panzerknackern der alten Schule liest, die nicht sinnlos rohe Kräfte walten ließen, sondern in mühevoller Handarbeit ihr Glück probierten, wenn auch vergebens. Vor 50 Jahren, am 21. Dezember, fand sich ein solcher Bericht im „Tecklenburger Landboten“:

„Wenig Erfolg hatten noch unbekannte Einbrecher, die versuchten, auf leichte Art und Weise ihr Weihnachtsgeld aufzubessern. Die Täter waren in der Nacht zum Mittwoch gewaltsam in die Büroräume der Bäuerlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft eingedrungen.

Dort durchwühlten sie sämtliche Schreibtische und Schränke offenbar auf der suche nach Bargeld. Doch ihre Mühe war vergebens. Sie fanden nichts.

Dann wendeten die unerwünschten Eindringlinge ihr Interesse zwei Geldschränken zu, die in einem Nebenraum standen. Mit einem Schweißbrenner rückten sie zunächst dem kleineren der beiden Tresore zu Leibe. Aber auch hier arbeiteten sie umsonst. Der Panzerschrank enthielt nur Papiermaterial, das zwar für die Genossenschaft von einigem Wert ist, mit dem die Einbrecher jedoch nichts anfangen konnten.

Doch die unbekannten Täter gaben nicht auf. Nach der bisher erfolglosen Bargeldsuche beschäftigten sie sich jetzt mit dem größeren der Geldschränke. Aber wieder hatten sie Pech. Entweder gaben sie von selbst auf, weil der Panzerschrank zu stark war, oder ihnen ging die Luft aus, das heißt, ihre Gasflaschen waren leer, jedenfalls kamen sie an den Inhalt dieses Schrankes nicht heran. Aber auch wenn sie es geschafft hätten, ihre Mühe wäre keinesfalls von Erfolg gekrönt gewesen. Denn auch in diesem Tresor waren lediglich wertvolle Papiere neben einer geringen Summe von Wechselgeld deponiert. Durch die Erfahrungen der letzten Zeit klug geworden, bringt die Bezugs-und Absatzgenossenschaft große Geldbeträge direkt zur Bank.

Obwohl die Einbrecher nichts erbeuteten, war der Schaden, den sie durch ihre Schweißarbeiten angerichtet haben, doch beträchtlich hoch. Er beläuft sich auf mehre 1000 D-Mark.“

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