Rosskastanie am Gemeindehaus gefällt
Sicherheit geht vor

Lienen -

Irgendwo im Wald oder an einer Landstraße weckt die Fällung einer Kastanie im Normalfall kein großes Interesse. Vor dem evangelischen Gemeindehaus blieb gestern aber doch der eine oder andere Passant stehen und schaute zu, wie die Krone des alten Baumes vor dem evangelischen Gemeindehaus nach und nach zerlegt und zum Schluss der Stamm gefällt wurde.

Mittwoch, 14.02.2018, 17:02 Uhr

Die Abholzaktion begann mit dem Zerlegen der Krone.
Die Abholzaktion begann mit dem Zerlegen der Krone. Foto: Michael Schwakenberg

„Es ist immer schade, wenn so ein alter Baum verschwinden muss, der m Sommer so herrlich Schatten wirft“, meinte auch Reinhard Schmitte von der evangelischen Kirchengemeinde. Der Hobby-Waldbauer weiß aber anderseits ganz genau, wann es Zeit wird und die letzte Stunde eines solchen Exemplars geschlagen hat: „Die Miniermotte setzt den Kastanien seit Jahren zu. Zudem ist dieser Baum auch von Stammfäule betroffen.“

Dass das alle nicht nur Mutmaßungen sind, hält Schmitte schwarz auf weiß in den Händen: Für alle Fälle und mögliche Fragen hat er den taufrischen Baumuntersuchungsbericht zu dieser rund 18 Meter hohen Rosskastanie mit einem Stammdurchmesser von knapp einem Meter dabei. Ergebnis ist unter anderem, dass „die straßenseitige Kronenauslage deutlich vitalitätsschwächer ist als die Auslage zum Parkplatz. Ebenso ist von Pilzbefall durch den „Angebrannten Rauchsporling“ die Rede und davon, dass die Fäulnis „tief in die tragenden Holzkörper hineinreicht“.

Allein schon wegen der Verkehrssicherheitspflicht habe die Kirchengemeinde keine Wahl gehabt. Wie Schmitte berichtet, soll an selber Stelle wieder ein Baum gepflanzt werden. „Aber keine Kastanie. Das hat sich hier in Deutschland erledigt.“

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