Waldorfschüler auf dem Demeterhof
Drei Wochen Landleben geübt

Lienen -

Es war Praxis-Unterricht pur: Drei Wochen lang besuchte eine dritte Klasse der Lienener Waldorfschule den Demeterhof des Ehepaares Ute und Eric Hollands (Voß-Hof).

Freitag, 27.04.2018, 05:04 Uhr

Den Stall ausmisten: Auch diese Tätigkeit gehörte zu den Aufgaben, die die Waldorf-Schüler bei ihrem Aufenthalt auf dem Demeterhof erledigen durften.
Den Stall ausmisten: Auch diese Tätigkeit gehörte zu den Aufgaben, die die Waldorf-Schüler bei ihrem Aufenthalt auf dem Demeterhof erledigen durften. Foto: Anne Reinker

Es war Praxis-Unterricht pur: Drei Wochen lang besuchte eine dritte Klasse der Lienener Waldorfschule den Demeterhof des Ehepaares Ute und Eric Hollands (Voß-Hof). Täglich zwei Schulstunden verbrachten die Mädchen und Jungen damit, sich mit vielen Aufgaben in einem solchen Betrieb vertraut zu machen. Das Versorgen der Tiere wie auch Tätigkeiten in den Gewächshäusern gehörten dazu. Die Geburt eines Kälbchens mitzuerleben, war für alle wohl die Krönung des Projekts.

Die Angst, sich die Hände schmutzig zu machen, verging schnell, der Spaß an den ungewohnten Arbeiten nahm stetig zu. „Wir helfen den Bauern“, brachte die achtjährige Fina den Aufenthalt auf dem Hof auf den Punkt. „Und misten ab und zu den Stall aus“, fügte ihre Mitschülerin Ida hinzu.

Während die eine Gruppe den Mist des Vortages hinausschaffte, waren weitere Schülerinnen und Schüler im Gewächshaus dabei, Tomaten- und Paprika-Pflanzen umzutopfen und Unkraut zu entfernen. Auch Kartoffeln wurden gepflanzt. Was sich für Erwachsene vielleicht nach langweiliger Arbeit anhören kann, war für die Kinder ein tolles Erlebnis.

Vor allem der direkte Kontakt zu den Tieren, etwa beim Kühe striegeln, kam gut an. Für diese bauten die jungen Helfer zudem einen Zaun. Eine kleine Tour mit dem Traktor über das Gelände schloss sich an. „Vielleicht wird auch noch eine Übernachtung eingeplant, damit die Kinder beim Melken dabei sein können“, stellte Ute Hollands in Aussicht. Denn das war ein Wunsch der Acht- bis Zehnjährigen.

Die Geburt eines Kälbchens begeisterte nicht nur die Kinder, sondern auch Lehrerin Amrei Dörmann. „Das war ein Glücksfall“, freute sie sich. „Das habe ich selber auch noch nicht erlebt.“ Und ihre Schülerin Ida sagte: „Das ist ja richtig flauschig.“ Denn Streicheln war erlaubt.

Mit der Aktion ist der Kontakt zum Demeterhof von Ute und Eric Hollands noch nicht beendet. Im Herbst steht für die Kinder nämlich das Helfen bei der Ernte des Gemüses an.

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