European Energy Award: Verwaltung legt Vorschlag vor
Mit Ökostrom Punkte sammeln

Lienen -

Soll die Gemeinde für ihre eigenen Liegenschaften künftig auf Okö­strom umsteigen? Diese Frage hat der Ausschuss für Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit bei seiner jüngsten Sitzung unbeantwortet gelassen, sodass eine Entscheidung erst in der Ratssitzung am 9. Juli (Haus des Gastes, 18 Uhr) fällt.

Mittwoch, 13.06.2018, 18:08 Uhr

Der Ausbau regenerativer Energien soll zur Verringerung des CO²-Ausstoßes und dadurch zum Klimaschutz beitragen.
Der Ausbau regenerativer Energien soll zur Verringerung des CO²-Ausstoßes und dadurch zum Klimaschutz beitragen. Foto: dpa/Jan Oelker

Zugrunde liegt ein entsprechender Vorschlag der Verwaltung, für das Jahr 2019 eine Ausschreibung vorzunehmen, in der zur Bedingung gemacht wird, dass kein konventionell erzeugter Strom geliefert werden darf.

Zur Begründung heißt es, dass die Gemeinde im Rahmen des European Energie Awards (EEA) ihre ökologischen Bestrebungen auch im Bereich der Energiebeschaffung ausbauen könne, indem sie CO-neutralen Strom für die kommunalen Gebäude, technischen Anlagen der Abwasserbeseitigung sowie die Straßenbeleuchtung beschafft. Das bringe zudem weitere Punkte im EEA-Prozess.

Die Ausschreibung von Ökostrom werde unter anderem vom Umweltbundesamt seit Jahren praktiziert und sei auch in den anderen EEA-Kommunen Standard. Die Preisaufschläge für Ökostrom bewegten sich im Bereich weniger Cent (pro Kilowattstunde), „sodass hier das verfolgte Ziel des Klimaschutzes in einem angemessenen Verhältnis zu den geringfügigen Mehrkosten für Ökostrom gegenüber konventionell erzeugtem Strom steht“. Bis zur Ratssitzung will die Verwaltung die genauen Mehrkosten eruieren.

Dem sinngemäßen Einwand eines Ausschussmitgliedes, dass in den Netzen der Strom aller möglichen Erzeuger und Anbieter zusammenfließe und somit die beim Verbraucher ankommende Energie immer ein Mix aus Öko- und konventionell erzeugtem Strom sei, entkräftete Baumamtsleiter Sebastian Döring: Als Verbraucher beeinflusse man durch die Nachfrage das Angebot – und damit, was ins Netz eingespeist werde.

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