Feuerwehr bringt Schüler und Lehrer auf Trab
Alarmübung statt Mathe-Test

Lienen/Kattenvenne -

„Rauchentwicklung im Keller“, hieß die Alarmmeldung. Zum Glück handelte es sich nur um eine Übung, die die Feuer gestern auch in der Grundschule durchführte.

Donnerstag, 14.06.2018, 23:00 Uhr

Alarmübung in der Grundschule. Leiterin Annette Füllborn, die Feuerwehrleute und Christian Brüger vom Ordnungsamt resümierten nach dem Einsatz und der Evakuierung die Durchführung der Aktion.
Alarmübung in der Grundschule. Leiterin Annette Füllborn, die Feuerwehrleute und Christian Brüger vom Ordnungsamt resümierten nach dem Einsatz und der Evakuierung die Durchführung der Aktion. Foto: Anne Reinker

„Rauchentwicklung im Keller“, hieß die Alarmmeldung. Zum Glück handelte es sich nur um eine Übung, die die Feuer gestern auch in der Grundschule durchführte. Echt fühlte es sich trotzdem an: Die Sirene heulte, alle Personen mussten das Gebäude umgehend verlassen. Geübt wurde nicht nur in allen schulischen Einrichtungen in Lienen und Kattenvenne, sondern auch in sämtlichen Kindergärten. Eine Leistungsüberprüfung für Feuerwehr, Lehrer, Erzieher und Kinder in Sachen Evakuierung.

Vorab kamen rund 14 Kameraden an der Feuerwache zur Lagebesprechung zusammen. Die meisten opferten dafür einige Stunden ihrer Freizeit, feierten Überstunden ab oder kamen direkt vom Schichtdienst. „Die Jungs sind motiviert“, freute sich Wehrleiter Eckhard Ehmann über das Engagement.

Für ihn und seinen Stellvertreter Georg Koop ging es dann direkt zur ersten Übungsstation: der Grundschule. Für Schulleiterin Annette Füllborn ein seltener Besuch. Sie zeigte sich überrascht, den Wehrleitern plötzlich gegenüberzustehen. „Rauchentwicklung im Keller“, sprach Eckhard Ehmann sie weisungsgemäß an. Georg Koop fügte hinzu: „Reagieren Sie jetzt.“ Das tat Annette Füllborn direkt – und betätigte den Hausalarm. „Sie hat 102-prozentig reagiert“, lobte Eckhard Ehmann.

Was danach folgte, war ebenfalls vorbildlich: über 180 Mädchen und Jungen verließen, begleitet von ihren Lehrerinnen, in Zweierreihen das Gebäude. Die Mathearbeit wurde unterbrochen, die Lektüre zur Seite gelegt. Keine Unsicherheit oder ängstliche Blicke. Für die Grundschüler war klar, wie sie sich zu verhalten hatten. Sie kamen klassenweise am hinteren Ende des Schulhofes zusammen.

Derweil hatte Annette Füllborn den Notruf gewählt und somit über die vorab informierte Kreisleitstelle Rheine die örtliche Feuerwehr informiert. Die Kameraden trafen mit zwei Löschfahrzeugen an der Schule ein und wurden von Georg Koop über den aktuellen Stand in Kenntnis gesetzt. Sie überprüften, ob sich noch Personen im Gebäude befanden. Das war jedoch nicht der Fall.

Vor Ort war auch Christian Brüger vom Ordnungsamt. Auch für die Verwaltung ist eine solche Übung eine wichtige Angelegenheit, sagte er. „Wir schauen, ob und wo Verbesserungsbedarf besteht.“

Eckhard Ehmann war nach dem ersten „Einsatz“ zufrieden. Die Evakuierung der Schule habe einwandfrei geklappt. „Unser Ziel ist erreicht“, sagte er, bevor es zur nächsten Einrichtung ging.

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