Lienen
Fr., 03.09.2010
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Lienen-Kattenvenne - Den Traum mit einem Heißluftballon und einem Luftschiff in den Kattenvenner Himmel zu steigen, erfüllen sich eine Reihe von Passagieren.
Am Freitagnachmittag hoben die ersten Interessierten ab, mit einem Heißluftballon vom Kattenvenner Sportplatz. Ulrich Marekwia vom gleichnamigen LVM Versicherungsbüro in Kattenvenne organisierte den LVM-Heißluftballon mit einem erfahrenen Aeronauten: Jürgen Menger gewann von 1999 bis 2001 die Deutsche Meisterschaft im Heißluftballonfahren.
Ulrich Marekwia freute sich, nach Erhalt der Zusage des Heißluftballons der Genossenschaft „Kattenvenne 1312“ drei Fahrten kostenlos zur Verfügung stellen zu können. Für den Vorstand und Aufsichtsrat war sehr schnell klar, die Fahrten unter den engagierten Mitgliedern der Genossenschaft zu verlosen. Jedes Mitglied erhielt per Post eine Einladung zusammen mit seiner Mitgliedsnummer als Losnummer für diese Heißluftballonfahrt.
Hannah Schröer (bekannt als „Katrin“ aus dem Theaterstück „Mord im Venn!“) zog unter den Augen des Aufsichtsratsvorsitzenden der Kattenvenne 1312 eG, Jochen Rotsch und Ulrich Marekwia, die drei Losnummern 1, 67 und 106.
Am Wochenende bietet sich Fahrgästen aus dem 41 Meter langen Luftschiff AS 105 GD der in Aachen beheimateten Gefa-Flug eine tolle Sicht aus der Vogelperspektive auf Kattenvenne. An beiden Tagen gibt es um 6 und um 17.30 Uhr Flugblöcke mit jeweils drei Flügen. Zuvor findet ein Luftschiffer-Frühstück statt.
Den Eröffnungsflug machen die beiden Bürgermeister Dr. Martin Hellwig (Lienen) und Friedrich Prigge (Lengerich). Für beide ist es die erste Fahrt ihres Lebens. Es geht über Kattenvenne. Evangelische Kirche, Bahnhof, Gewerbepark und Siedlungen sind von oben zu gut zu sehen.
Zuvor hat Günther Dierk von der Genossenschaft 1312 die Gäste auf dem Sportplatz willkommen geheißen. Martin Hellwig („Ich habe kein Muffensausen“) bedankt sich bei seinem Amtskollegen Friedrich Prigge („Für mich ist es die erste Fahrt“) für dessen Erscheinen.
Beim Lesen des Berichts über das Heißluft-Luftschiff erinnert sich Hanna Schmedt (Lienen) 81 Jahre zurück. 1929 war über Osnabrück das Luftschiff „Graf Zeppelin“ zu sehen. „Wir Schülerinnen des Oberlyzeums und die Schüler des Realgymnasiums wanderten zum Klushügel, einem geeigneten Aussichtspunkt in Osnabrück. Stunden warteten wir auf das Luftschiff. Heutzutage unvorstellbar.
Majestätisch, von der Sonne beschienen, flog die „Zigarre“ - wie man sie im Volksmund manchmal nannte - am wolkenlosen Himmel über die Stadt. Für uns Schülerinnen und Schüler ein unvergessliches Erlebnis.“
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