Lienen
Mi., 07.07.2010
Züchterwelt schaut auf Lienen
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Lienen - Der Zucht-, Reit- und Fahrverein (ZRFV) ist organisatorisch gut gerüstet, wenn vom 16. bis zum 18. Juli auf der Anlage in Westerbeck (Schafstraße/Nigge Weg) das Finale des Deutschen Fohlen-Championats und das Deutsche Elitestuten-Championat ausgetragen werden. Veranstalter sind seit zehn Jahren NoKa Sportmarketing und die LVM Versicherung (Münster).
„Wir haben 70 bis 80 freiwillige Helfer im Einsatz“, beschreibt Anke Fleddermann-Ratz von ZRFV Lienen die Dimension dieser Veranstaltung. Da ist der Platz zu pflegen, Organisatorisches zu klären und für die Gastronomie zu sorgen.
„Das Mais-Problem ist gelöst“, merkt am Dienstagmorgen Bernd Richter, Vorsitzender des Reitvereins Lienen, im Haus des Gastes an. In den Vorjahren hatten die langen Halme oft die Sicht auf die Zufahrt und den Teutoburger Wald verstellt. Er wie auch die Veranstalter hofft, dass das Wetter nicht zu heiß wird.
Qualifiziert sind jeweils 125 Hengst- und Stutfohlen für das Finale. Hinzu kommen noch 80 Reitpferde und -ponys. Auch aus Lienen und dem Kreis Steinfurt liegen Anmeldungen vor.
Guter Dinge ist Lienens Bürgermeister. „Ich bin stolz darauf, in Lienen eine Veranstaltung von bundesweiter Bedeutung zu haben“, freut sich Dr. Martin Hellwig. Ein Kompliment kommt von Karl Werner Rinker (LVM): „Die Gemeinde Lienen hat das ihre dazu beigetragen, die Veranstaltung nach vorn zu bringen.“ Da hakt auch Landrat Thomas Kubendorff ein: „Lienen ist prädestiniert dafür.“ Schließlich kämen einige bekannte Reiter aus dem Ort, es gebe eine Reitroute und viele reitsportliche Einrichtungen. Der Kreis Steinfurt stiftet den Ehrenpreis für das höchst bewertete Fohlen. Kubendorff über das Finale: „Ich freue mich sehr darauf.“
Nobert Kammann von NoKa Sportmarketing dankt der Gemeinde Lienen und den Reitverein für die Unterstützung. „Die besten Pferde der deutschen Pferdezucht sind in Lienen zu sehen“, urteilt er. Besonders würdigt er das Engagement des Reitvereins in Sachen Gastronomie: „Alles ist mit Liebe gemacht.“
In der Züchterszene ist es längst keine Geheimnis mehr: Wer in Lienen im Finale siegt oder vorn mit dabei ist, hat keine Probleme sein Fohlen zu vermarkten. Es finden sich sehr schnell Käufer.
Das passt auch eine Anekdote, die Norbert Kammann erzählt, gut ins Bild. Vor vier Jahren kam aufgeregt ein Züchter aus dem Oldenburgischen zu ihm und begründete sein Verpassen der Wertung mit Problemen beim Aufladen und einer Panne auf der Autobahn. Der Mann durfte sein Tier den Richtern präsentieren. Ergebnis: Er trug den Sieg davon. Zwei Wochen später verkaufte er das Fohlen für 52000 Euro in Vechta!
Bald beginnen die Aufbauarbeiten für die Zeltstadt. „Der Platz ist in einem optimalen Zustand“, berichtet Richter, der auch Vermarktungsleiter des Zuchtverbandes Westfalen ist.
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