Arbeitseinsatz an der AWO-Kindertagesstätte Halen

Mo., 06.02.2012

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„Mitternachtssuppe“ gegen die Kälte

Arbeitseinsatz an der AWO-Kindertagesstätte Halen : „Mitternachtssuppe“ gegen die Kälte

Der erste von elf Eichen ist gefällt. Die Fördervereinsmitglieder trotzten der Kälte, um die Idee des naturnahen Spielplatzes umzusetzen Foto: Renate Lammers

Halen - Der erste Arbeitseinsatz zur Neugestaltung des Außenbereiches der AWO-Kindertagesstätte in Halen fand am letzten Samstag statt. Bäume zur Einfriedung der naturnahen Spielelemente wurden geschlagen. Sieben Freiwillige vom Kita-Förderverein trotzten der Kälte und hatten am frühen Nachmittag bereits ihre Arbeit erledigt.

Von Renate Lammers

Morgens 9 Uhr, die Außentemperaturanzeige des Autos zeigt Minus 10,5 Grad Celsius an. Dirk Havermeyer, Nils Meyer, André Gerdröwekamp, Stefan Thomas, Pascal Timmermann sowie Erzieherin Uta Bockweg und Ehemann Carsten scheuten die Kälte nicht und machten sich auf „ins Holz“. Mit schwerem Gerät rückten die freiwilligen Helfer an. Nils Meyer steuerte einen Trecker mit zwei Anhängern und Dirk Havermeyer manövrierte den Radlader durchs Gelände. Dieser konnte allerdings während der Arbeitsbesprechungen nicht kurz ausgestellt werden, weil er dann nicht so schnell wieder anspringen würde, entschuldigte Dirk Havermeyer die Lautstärke. „Dem ist es zu kalt. Letzte Nacht stand der schon in der Scheune, aber heute Nacht darf er auf die Diele“, heiterte er die Runde auf.

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Die Helfer hatten sich ebenfalls warm eingepackt. Uta Bockweg setzte auf mehrfache Lagen zum Schutz gegen die Kälte, die Männer dagegen nahmen nur Mütze oder Handschuhe. Einer kam sogar ganz ohne klassisches Winteraccessoire aus. „Die Sonne scheint doch“, lachten die Angesprochenen über so viel Kälteresistenz.

Elf Eichen durften die Helfer vom Förderverein nach Absprache mit Förster Rainer Schmidt fällen. „Wir brauchen insgesamt 120 Meter“, wies Dirk Havermeyer über das Motorengeräusch hinweg an. „Diese Bäume reichen so grade eben.“ Das Kronenholz sollte ebenfalls im Wald schon sauber ausgesägt werden, da es zum Klettern für die Kinder gedacht ist. Da eignen sich eben nur starke verzweigte Äste. In der Mittagspause erwartete die „Waldarbeiter“ eine heiße Suppe in der Kindertagesstätte. Melanie Havermeyer und Fördervereinsvorsitzende Sandra Schwegmann hatten „Mitternachtssuppe“ gekocht. „Da ist alles drin was satt und warm macht“, verrieten die Frauen zum Rezept.

Kalt ist den Holzfällern aber eigentlich gar nicht geworden, verriet Erzieherin Uta Bockweg, als sie sich nach der Pause erneut in Richtung Wald bewegten. „Die Männer haben sich sogar noch die Jacken ausgezogen, so warm war denen vom Arbeiten.“ Die Baumstämme und das Kronenholz liegt derzeit noch neben der Kindertagesstätte auf dem Festplatz am Niederseester Weg und wartet nun auf seine weitere Verwendung. Bleibt für den Förderverein zu hoffen, dass die Kronenzweige nicht schon vorher von eindeutig zu schweren Personen bei Klettereinsätzen abgebrochen werden.


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