Lieferengpass bei Schlecker
Mi., 08.02.2012
Kunden müssen flexibel sein
Der Nachschub soll jetzt auch in Westerkappeln wieder funktionieren.
Westerkappeln/Lotte -
Nach der Insolvenzanmeldung hat Schlecker seinen Regelbetrieb wieder aufgenommen. Und Westerkappelner wie auch Lotter Kunden nutzen nach wie vor fleißig die Möglichkeit zum Einkauf am Ort – sofern sie denn finden, was sie suchen. Denn die Filialen haben spürbar am aktuellen Lieferengpass gelitten, viele Regalplätze waren zeitweise verwaist.
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Nach der Insolvenzanmeldung hat Schlecker seinen Regelbetrieb wieder aufgenommen. Und Westerkappelner wie auch Lotter Kunden nutzen nach wie vor fleißig die Möglichkeit zum Einkauf am Ort – sofern sie denn finden, was sie suchen. Denn die Filialen haben spürbar am aktuellen Lieferengpass gelitten, viele Regalplätze waren zeitweise verwaist.
„Wir haben bereits geordert, die nächste Lieferung erwarten wir in Kürze“, dürfte dieser Tage ein häufig verwendeter Satz in den Schlecker-Filialen gewesen sein. Versprechen können die Mitarbeiterinnen aber nichts, denn sie sind sich durchaus bewusst, dass sie in Gemeinschaft mit allen anderen Filialen auf Nachschub warten. So eine Lücke ist nicht so leicht gefüllt.
Das bestätigte auch ein Sprecher von Schlecker. Man habe sich mit einhundertfünfzig Lieferanten geeinigt. Diese lieferten wieder das volle Sortiment, allerdings gehe das nicht von Null auf Hundert, räumte der Unternehmenssprecher ein.
Bis dahin räumen die Mitarbeiterinnen an die Regalplätze, was im Lager vorhanden ist, auch wenn dabei gegebenenfalls dreimal dasselbe Produkt präsentiert wird. Am Ergebnis ändert das allerdings wenig: Viele Kunden finden den gewünschten Artikel derzeit nicht vor.
Die spezielle Mundspülung, das bekannte Markenspülmittel – auf manches müssen Schlecker-Kunden derzeit noch verzichten oder vorübergehend auf anderes umsteigen. Auch Klaus Helms aus Westerkappeln geht diesmal leer aus. Für ihn ist das weniger tragisch, er ist noch gut bevorratet.
Auch über seine zukünftige Versorgung macht er sich kaum Sorgen. „Zum einen bin ich mobil“, sagt Helms, zum anderen gehe er davon aus, dass die meisten Standorte auch in Zukunft erhalten blieben. Schlimmstenfalls werde Schlecker in einer anderen Drogeriekette aufgehen, ist er überzeugt.
Bereits in der jüngeren Vergangenheit war angeforderte Ware in den Filialen ausgeblieben. „Nicht am Lager“, lautete dafür die offizielle Begründung. Darüber habe man sich zwar gewundert, räumten Mitarbeiter ein, die Insolvenz kam aber auch für die Angestellten in Westerkappeln und Lotte völlig überraschend. Die schlechte Presse zu Schlecker finden auch die Mitarbeiter unerfreulich.
Derzeit hoffen Kunden wie Mitarbeiterinnen auf eine gute Lösung und üben sich gemeinschaftlich in Geduld. „Wir müssen es nehmen, wie es kommt“, sind sie sich einig. Die gewohnte Ware dürfte inzwischen wieder in den Regalen stehen.
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