Mo., 24.06.2013

Country- und Westernwochenende Line Dance in Cowboystiefeln

Für die passende Wild-West-Atmosphäre sorgten die Kölner Großstadtindianer Manfred und Kurt mit Zelt, Totempfahl und Ochsenschädel

Für die passende Wild-West-Atmosphäre sorgten die Kölner Großstadtindianer Manfred und Kurt mit Zelt, Totempfahl und Ochsenschädel Foto: Benjamin Havemann

Alt-Lotte - 

„Normalerweise muss man vorher einen mehrwöchigen Kursus belegen, um zumindest die gängigen Tanzschritte zu lernen“, sagt Veranstalter Ingo Borgmeier. Er und die „Line Dance Freunde Lotte“ haben am Samstag und Sonntag bereits zum vierten Mal das Country- und Westernwochenende an der AWO-Begegnungsstätte in Alt-Lotte organisiert.

„Was machen die da?“, fragt die siebenjährige Maja. Sie und ihre Freundin Josephine schauen den Erwachsenen zu, wie sie in Cowboyhüten und -stiefeln tanzen. Was die Großen da machen, heißt Line Dance und ist ein Tanzstil, der aus Nordamerika kommt und gut zu Country-Musik passt. Die Tänzer stehen in Reihen (Lines) geordnet.

„Normalerweise muss man vorher einen mehrwöchigen Kursus belegen, um zumindest die gängigen Tanzschritte zu lernen“, sagt Veranstalter Ingo Borgmeier. Er und die „Line Dance Freunde Lotte“ haben am Samstag und Sonntag bereits zum vierten Mal das Country- und Westernwochenende an der AWO-Begegnungsstätte in Alt-Lotte organisiert. Von insgesamt 200 bis 300 aktiven Tänzern geht Borgmeier aus.

Diese kamen überwiegend von den zehn eingeladenen Vereinen aus der näheren Umgebung. Darunter auch die „Blue Rose Line Dancer“ aus Bramsche. Marlies Königsmann tanzt dort schon seit drei Jahren und zählt mittlerweile zu den Profis. „Wer nicht mehr in die Disco geht, geht hier hin“, sagt die 45-Jährige. Line Dance könne man aber nicht nur zu Country-Musik tanzen, sondern auch zu modernen Liedern. „Ich stehe mehr auf die flotteren Tänze“, sagt sie.

Und so kann daraus schon eine schweißtreibende Angelegenheit werden, wie Bärbel Köhler aus Halen versichern kann. Sie tanzt schon seit zehn Jahren bei den „Burning Boots“ in Osnabrück und findet Line Dance so gut, weil man da auch alleine tanzen kann: „Da braucht man keinen Tanzpartner!“

Einer der wenigen Herren, der sich auf die Lotter Tanzfläche traut, ist Christian Isensee. Der 57-jährige Lehrer aus Osnabrück hat erst vor Kurzem mit dem Line Dance angefangen und kann jetzt schon sagen, dass es ihm super gefällt. „Das Gruppengefühl ist schön und man kann beim Tanzen richtig abschalten“, sagt er.

Für die richtige Wild-West-Atmosphäre sorgten zwei Großstadtindianer aus Köln. Manfred und Kurt sind sogenannte Hobbyisten, die in ihrer Freizeit das Leben der Cowboys und Indianer aufleben lassen. Sie reisen quer durch die Republik. Durch Kontakte sind sie nach Lotte gekommen und hatten nicht nur Indianerzelt, sondern auch Totempfahl und Ochsenschädel mitgebracht.

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