So., 13.10.2013

DRK Wersen informiert über Freiwilligendienst in Namibia Garten für die Suppenküche

Gaben Einblicke in die Arbeit des Roten Kreuzes in Namibia(von links):  Aimee Hoaeb, Eva Heuschen, Elias Richter, Reinhold Hemker und Olaf Wienbrack (hinten).

Gaben Einblicke in die Arbeit des Roten Kreuzes in Namibia(von links):  Aimee Hoaeb, Eva Heuschen, Elias Richter, Reinhold Hemker und Olaf Wienbrack (hinten). Foto: Jannik Zeiser

Lotte-Wersen - 

Der DRK-Ortsverein Wersen-Büren hatte zu einer Informationsveranstaltung um das Thema Freiwilligendienste in Namibia eingeladen. Zu Gast waren auch Elias Richter und Aimee Hoaeb, die das Projekt „Suppenküche“ als einheimische Helfer begleiten.

Der DRK-Ortsverein Wersen-Büren hatte zu einer Informationsveranstaltung um das Thema Freiwilligendienste in Namibia eingeladen. Eine kleine Runde nur lauschte letztendlich den Erfahrungen des Konventionsbeauftragten Reinhold Hemker , der Studentin Eva Heuschen, die 2012 in Namibia vor Ort war, sowie den Namibiern Elias Richter und Aimee Hoaeb, die das Projekt „ Suppenküche “ als einheimische Helfer begleiten.

Dieses Projekt des Namibischen Roten Kreuzes versorge die Ärmsten der Armen im Bezirk Khorixas mit dem Nötigsten an Nahrung, Wasser und Medikamenten, erklärte zunächst der Geschäftsführer des Ortsvereins, Olaf Wienbrack.

Zusätzlich zur Essensausgabe wurde ein Gartenprojekt ins Leben gerufen. Auf einem umzäunten Grundstück von etwa einem Hektar Größe bauen Freiwillige Pflanzen wie Mais oder Tomaten an, die letztlich wieder der Nahrungsausgabe zugutekommen. Spenden an das DRK im Tecklenburger Land fließen in das Projekt, und auch Unterstützer – insbesondere des Jugendrotkreuz Tecklenburger Land – reisen regelmäßig in die Region. Auch sein Sohn habe nach seinem Abitur in diesem Jahr eine Reise nach Namibia unternommen und sei mit tollen Erfahrungen zurückgekehrt, erzählte Wienbrack.

Eva Heuschen studiert in Münster Erziehungswissenschaften und war durch ein Seminar von Reinhold Hemker, der an der Universität doziert, auf die Arbeit des Roten Kreuzes in Namibia aufmerksam geworden. Im vergangenen Jahr flog sie zusammen mit weiteren Studenten für zwei Monate in das südafrikanische Land. In Zusammenarbeit mit den Helfern vor Ort richteten sie den Garten ein, düngten den Boden und säten Pflanzen aus. Vor Ort seien es vor allem die älteren Frauen, denen zum Beispiel bei der Aufteilung der Beete das letzte Wort gehört, wusste Heuschen von der Hierarchie bei der Arbeit zu berichten. Die Zeit in Namibia sei für sie ein großer Gewinn gewesen.

Neben den praktischen Erfahrungen in der Gartenarbeit und im Zusammenleben mit den Menschen erleben die Freiwilligen aus Deutschland auch völlig andere strukturelle Verhältnisse als in Westeuropa. Das Land im Südwesten Afrikas sei fast zweieinhalb Mal so groß wie Deutschland und habe weniger als drei Millionen Einwohner, erläuterte Hemker. Daraus ergeben sich eine viel geringere Bevölkerungsdichte und lange Strecken von einer Stadt zur nächsten. „Wir helfen mit den Unterbringungen, die Freiwilligen müssen sich vor Ort aber selber durchschlagen“, beschrieb er den „Wurf ins kalte Wasser“, den die Helfer erleben. Es gehe darum, die Lebenswirklichkeit dort zu erfahren. Auch Aimee Hoaeb und Elias Richter erleben derzeit eine ganz andere, quasi engere Welt in Deutschland. Es sei merkwürdig, wie schnell man von einer Stadt in eine andere gelange, erzählten sie. Die beiden hatten mit Heuschen beim Gartenprojekt zusammengearbeitet und sind jetzt in Deutschland zu Gast.

Hemker warb abschließend für den Freiwilligendienst in Khorixas. Die Helfer aus Deutschland seien unter anderem wichtig, um immer wieder neue Motivation in das Projekt zu bringen und dem DRK im Tecklenburger Land von Problemen und Fortschritten zu berichten.

Eine gewisse Planungszeit sei jedoch einzurechnen. Schüler, die nach dem Abitur nach Namibia reisen möchten, sollten sich am besten schon im elften Schuljahr mit den Formalitäten auseinandersetzen.

Ansprechpartner sind Reinhold Hemker, ✆  0178/6975490, oder Markus Wensing, beim DRK zuständig für Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon 05451/590259.

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