Do., 01.12.2016

Schulen führen Jugendliche gezielt ans Berufsleben heran Arbeitswelt steht im Fokus

Eine Ausbildung als Maler oder Landschaftsbauer können sich Andro Hoge (links) und Maurice Goldstein gut vorstellen. Sie haben Donnerstag am Berufsinformationstag der GHS teilgenommen.

Eine Ausbildung als Maler oder Landschaftsbauer können sich Andro Hoge (links) und Maurice Goldstein gut vorstellen. Sie haben Donnerstag am Berufsinformationstag der GHS teilgenommen. Foto: Erna Berg

Westerkappeln/Lotte - 

Die Realschule Westerkappeln und die Gemeinschaftshauptschule (GHS) in Wersen gehören ab Sommer 2019 der Geschichte an. Für die jeweils drei noch verbliebenen Jahrgänge steht bis dahin neben dem normalen Unterricht die Vorbereitung auf die Arbeitswelt im Vordergrund.

Von Frank Klausmeyer

Das machten die Schulleiter am Mittwochabend anlässlich der Versammlung des Schulzweckverbandes im Westerkappelner Rathaus deutlich.

So veranstaltete die GHS am Donnerstag einen Berufsinformationstag, bei dem sich zehn Unternehmen aus der Region in den Klassen 9 und 10 vorstellten (siehe Bericht auf Lokalseite 2).

Der Berufsinformationstag sei ein Ausfluss des „Career Days“ gewesen, den die Gemeinden Westerkappeln und Lotte im Sommer im Stadion der Sportfreunde Lotte veranstaltet hatten. „Einige Firmen haben uns gefragt, ob sie sich auch einmal in kleinerem Rahmen vorstellen könnten“, berichtete Vörckel. „Unser Ziel ist, die jungen Leute in den Beruf zu kriegen“, betonte er.

Das mag heutzutage vielleicht sogar einfacher sein als noch vor einigen Jahren. Die Wirtschaft buhlt um Nachwuchs. Am Mittwoch hat deshalb auch ein Infobus der Bauindustrie Station an der GHS gemacht.

Auch an der Realschule nehme die Berufsvorbereitung großen Raum ein, sagte Rektorin Bettina Weiss. Die Schule beteilige sich auch an dem von der NRW-Landesregierung geförderten Projekt „Kein Abschluss ohne Anschluss“, das zum Ziel hat, den Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf nachhaltig zu verbessern. Wie an der GHS nähmen auch die 8. Klassen der Realschule dazu an einer Potenzialanalyse teil, berichtete Weiss weiter. Die Jahrgangsstufe 9 habe just Besuch von den Ausbildungsbotschaftern der Handwerkskammer gehabt. Und auch die Realschule sucht den Kontakt zu Ausbildungsbetrieben. „Wir hoffen, dass der ,Career Day´ nächstes Jahr wieder stattfindet“, betonte Weiss.

An der Gesamtschule, die jetzt drei Jahrgänge unter ihrem Dach hat, läuft der Aufbau offenbar problemlos. „Der Tanz auf zwei Hochzeiten macht immer noch Spaß“, meinte Stalz mit Hinweis auf die zwei Standorte. Reibungsverluste gebe es kaum, was er auch auf die gute Kooperation mit der GHS und der Realschule zurückführt.

Letztgenannte hat aber offenbar zunehmend mit den Widrigkeiten als Auslaufmodell zu kämpfen, wie Bettina Weiss deutlich machte. „In einem immer kleiner werdenden Kollegium wird es schwierig, bei Krankheitsfällen die Vertretung zu organisieren.“ Auf ähnliche Probleme an der GHS hatte Michael Vörckel bereits bei der Septembersitzung des Schulzweckverbandes hingewiesen.

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