Apotheker im Kreis Steinfurt geben Rat zur Entsorgung von Arzneimittelresten
„Medikamente gehören nicht ins Abwasser“

Westerkappeln/Lotte -

Alle nordrhein-westfälischen Städte und Gemeinden müssen 2018 erstmals ein Konzept zum Trinkwasserschutz präsentieren. „Jeder Verbraucher kann einen Beitrag dazu leisten, den Wasserkreislauf zu schützen, indem Medikamentenreste nicht in der Kanalisation landen“, sagt Elke Balkau, Vorsitzende der Bezirksgruppe Kreis Steinfurt des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe.

Mittwoch, 14.02.2018, 05:02 Uhr

Medikamentenreste können nach Darstellung der Apotheker am besten über die Restmülltonne entsorgt werden.
Medikamentenreste können nach Darstellung der Apotheker am besten über die Restmülltonne entsorgt werden. Foto: dpa

Die örtlichen Apotheken böten dazu Rat und Hilfe an, wie mit abgelaufenen oder nicht mehr benötigten Arzneimitteln umzugehen ist. „Wir bieten Beratung und Service in allen Fragen rund um Arzneimittel, auch bei einer Entsorgung“, versichert Balkau .

Was an Belastungen gar nicht erst in den Wasserkreislauf gelangt, müsse später auch nicht mit hohem und teurem Aufwand wieder davon befreit werden. Arzneimittel stellten im Vergleich zur Landwirtschafts- oder Industrieproduktion zwar nur einen geringen Belastungsfaktor dar. „Aber schützen sollte man das Trinkwasser auf jede praktikable Weise“, meint die Sprecherin der örtlichen Apothekeninhaber. Es habe nie den Rat gegeben, nicht mehr benötigte Arzneimittel im Abwasser zu entsorgen. Dennoch sei diese Unsitte immer noch heute verbreitete Praxis.

Viele Apotheken nähmen auch heute noch Reste von Tabletten, Tropfen oder Salben zurück, auch wenn sie dazu nicht gesetzlich verpflichtet seien. „Auch hier gilt: Fragen Sie Ihren Apotheker in der Nachbarschaft.“ Die örtlichen Abfallwirtschaftsbetriebe halten ebenfalls Informationen bereit.

Nach den mit Unterstützung der Bundesregierung verbreiteten Informationen von Fachinstituten könnten Altarzneimittel in der Regel über die Restmülltonne entsorgt werden. Dieser Entsorgungsweg sei mit wenig Aufwand verbunden und gele gleichzeitig als umweltbewusst und sicher, erklärt die Sprecherin der Apotheken.

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