Vortrag
„Ein Riesenschatz“

Lotte-Wersen -

„Ist Europa noch zu retten?“ Über diese Frage referierte der überzeugte Europäer und EU-Parlamentarier Dr. Markus Pieper aus Halen in Wersens „Kuchenwerkstatt“.

Mittwoch, 14.02.2018, 17:02 Uhr

„Kohlkönig“ darf sich der EU-Abgeordnete Markus Pieper (links) nach seinem Vortrag über Europa nennen. Gut gelaunt sind auch Juan Carlos Sabater, Manfred Will, Werner Kastrup und Wolfgang Israel (von links).
„Kohlkönig“ darf sich der EU-Abgeordnete Markus Pieper (links) nach seinem Vortrag über Europa nennen. Gut gelaunt sind auch Juan Carlos Sabater, Manfred Will, Werner Kastrup und Wolfgang Israel (von links). Foto: Ursula Holtgrewe

Die Veranstaltung zugunsten der Bürgerstiftung Lotte erlöste 150 Euro.

Markus Pieper war aus der Bundeshauptstadt angereist. „Ich durfte bei den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD das Eine und Andere aus europäischer Sicht beitragen“. In Brüssel, berichtete der Christdemokrat, der für die Europäische Volkspartei auch als stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für Verfassungsfragen im Europäischen Parlament arbeitet, werde derzeit mit einigen Entscheidungen abgewartet, bis die Regierung in Deutschland stehe.

„Wir sind uns einig, dass Europa und die demokratischen Errungenschaften ein Riesenschatz sind, den es zu bewahren gilt“, betonte Pieper. Er erinnerte daran, dass durch die Schaffung der Europäischen Union der weltgrößte Binnenmarkt mit 500 Millionen Menschen geschaffen wurde mit teils enormen Exportsteigerungen in den zurückliegenden drei Jahrzehnten. Das wiederum habe einige Tausend Arbeitsplätze geschaffen und sichere sie – auch im Münsterland. Der Abbau von Grenzen und die gemeinsame Währung in vielen Mitgliedsländern wirkten sich längst als Selbstverständlichkeiten aufs Privatleben aus. So könne jeder ungehindert durch Europa fahren, mit dem Erasmus-Studienprogramm der EU sei es möglich, bis zu zwei Semester im EU-Ausland zu studieren.

Pieper betonte wiederholt, dass in Europa in den zurückliegenden 70 Jahren an einem Friedensprojekt gearbeitet werde, für das sich auch die Nachfahren engagieren werden. „Wir haben es geschafft, dass wir in Verträge gegossene Menschenrechte haben“, hob der EU-Parlamentarier heraus. Positiv bewertete Pieper die Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der eine engere Zusammenarbeit der europäischen Mitgliedsstaaten befürwortet.

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