Berufsorientierung: Roadshow der Amazonen-Werke
Biegen, bohren und schrauben

Lotte -

Mit der AMA-Road­show haben sich die Amazonen-Werke an der Hauptschule Lotte vorgestellt und 80 Schülern der Jahrgangsstufe Neun an unterschiedlichen Stationen die verschiedenen Ausbildungsberufe nähergebracht.

Dienstag, 12.06.2018, 16:42 Uhr

Kanten, biegen, bohren, schrauben. An Station 3 der AMA-Roadshow konnten die Schüler den Ausbildungsberuf des Industriemechanikers kennenlernen und einen Stiftehalter aus designen.
Kanten, biegen, bohren, schrauben. An Station 3 der AMA-Roadshow konnten die Schüler den Ausbildungsberuf des Industriemechanikers kennenlernen und einen Stiftehalter aus designen. Foto: Monika Vollmer

Schule – und dann? Viele junge Menschen beschäftigen sich zum Ende ihrer Schulzeit mit der selbstreflexiven Frage und können sie gar nicht so leicht beantworten. Um den Schülern die Unsicherheit zu nehmen, bieten Unternehmen häufig eine Berufsorientierung an. Die Amazonen-Werke veranstalten jetzt erstmalig die Ama-Roadshow: Der Landmaschinenhersteller aus Hasbergen fährt zu sechs Schulen in und um Osnabrück und baut vor Ort verschiedene Stationen auf, um den Schülern eine Palette von möglichen Ausbildungsberufen näher zu bringen.

Am Montag war die Roadshow in der Hauptschule Lotte zu Gast und statt des normalen Lernstoffes standen sechs Stunden Berufsorientierung auf dem Stundenplan. Die 80 Schüler der drei neunten Klassen durften löten, selbst eine technische Zeichnung mit Hilfe eines Computerprogrammes erstellen oder eine VR-Brille aufsetzen und virtuell ein Bauteil an einer Maschine montieren oder demontieren. Die derzeitigen Auszubildenden der Amazonen-Werke leisteten Hilfestellung, beantworteten Fragen und berichteten aus ihrem Alltag.

Ole Niederdalhoff (20), in seinem dritten Lehrjahr zum Mechatroniker, findet es wichtig, durch Präsens zu zeigen, was auf die angehenden Schulabgänger zukommt. „Landtechnik ist gar nicht so langweilig, wie man vielleicht denkt“, erzählt er und zeigt, wie Metallstäbe miteinander verdrahtet und zusammengelötet werden.

Großes Interesse zeigten die Schüler an der Station „Service 4.0“. Hier wurde eindrucksvoll demonstriert, welche Rolle Virtual Reality (VR) in der Landtechnik spielt und wie sie verwendet wird. „Uns ist die Aufklärung der Berufsfelder wichtig“, betonte Claudia Hölscher von den Amazonen-Werken. Sie hofft, dass sich durch die Roadshow mehr junge Menschen für die Ausbildungsberufe interessieren. „Oft haben Bewerber falsche Vorstellungen und es wird künftig schwieriger, Ausbildungsberufe zu besetzen“, so Hölscher weiter, die mit ihrem Team versucht Aufklärungsarbeit zu leisten.

Luka Schreiner (15) gefiel es, sein Berufswunsch Mechatroniker war ihm bereits nach einem dreiwöchigen Praktikum klar. Er hörte sich trotzdem anhand einer Fallstudie die Aufgaben und Themenfelder des Industriekaufmann-Berufsbildes an, bevor er weiter zur Station „Assessment-Center-Training“ überging, Zahlenreihen ergänzte und lernte, sich in fünf Minuten selbst zu präsentieren.

„Viele Schüler haben bei uns schon eine genaue Vorstellung, was sie später einmal machen möchten. Die Ausbildung hat in der Neunten erste Priorität, daher fällt für so eine Präsentation schon einmal der Unterricht aus“, berichtete Heike Schmidtmeier, zuständige Lehrkraft für die Berufswahl und Orientierung. Neben Einblicken in die Berufsfelder der Amazonen-Werke nahmen die Schüler noch einen kreativ gestalteten Stifte-Halter mit nach Hause. Ganz im Stile eines Industriemechanikers kanteten, bogen, bohrten und schraubten sie aus einer Aluplatte ihr eigenes Designstück.

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