Strategie für Jugendarbeit
„Gründlichkeit vor Schnelligkeit“

Lotte -

Im Ausschuss für Schulen, Sport, Soziales und Kultur (ASSK) am Dienstag gab Ludger Vorndieck, Leiter des Bereiches Kinder- und Jugendarbeit des Kreises Steinfurt, einen ersten Zwischenbericht zur Entwicklung einer Strategie für die Jugendarbeit.

Mittwoch, 13.06.2018, 17:00 Uhr

 Briefkasten mit gefiedertem Untermieter am Wersener Jugendtreff „Sit In“.
 Briefkasten mit gefiedertem Untermieter am Wersener Jugendtreff „Sit In“. Foto: Erna Berg

Unter dem Motto „Vielfalt in der Einheit“ ist derzeit ein Arbeitskreis aus Mitarbeitern der Verwaltung, der Jugendzen­tren und Kommunalpolitikern unter Federführung des Kreisjugendamtes dabei, wie in einem SPD-Antrag von 2017 gefordert, ein Zukunftskonzept für die Kinder und Jugendarbeit zu erarbeiten.

Ein erster Workshop dazu fand Anfang Mai statt, der nächste ist für die kommende Woche terminiert.

Die drei Einrichtungen der offenen Jugendarbeit in der Gemeinde leisteten jede für sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten „sehr gute Arbeit“, betonte Vorndieck. Diese bunte Vielfalt müsse sich aber schon als Einheit präsentieren. „Wir sind in Klausur gegangen und haben die Ist-Situation und die Erwartungen und Anforderungen analysiert, aber das Konzept ist noch nicht fertig“, hatte zuvor Hauptamtsleiterin Petra Tepe aus dem ersten Workshop berichtet und festgestellt: „Wir brauchen mehr Zeit.“

Auch Vorndieck unterstrich, dass man mit der Erarbeitung einer nachhaltigen Strategie im Rahmen der Kooperationsvereinbarung „jugendgerechte Kommune“ die Unterschiedlichkeit der Jugendtreffs in Programm und Arbeitsweise, die gesetzlichen Vorgaben, die unterschiedlichen Erwartungen und Anforderungen von Politik, Eltern und Einrichtungen sowie die Herausforderungen und Bedarfe aus Masterplan und Ikek-Prozess berücksichtigen müsse und bis zum Herbst statt des Konzeptes zunächst einen Zwischenbericht vorlegen könne.

Ganz wichtig sei, Jugendliche für Politik zu begeistern. Er schlug vor, im ersten Schritt die Erwartungen zu priorisieren, dann die Anforderungen und Herausforderungen zu formulieren, die Kriterien für Veränderungen und Entscheidungen festzulegen und schließlich für die Ausrichtung des Konzeptes das Jugendamt als Moderator zu nutzen. Im Herbst könne man dann diskutieren, „wie wir gemeinsam mit Verwaltung und Jugendpflegern vorgehen wollen“.

Für die CDU begrüßte Friedhelm Lange diesen Weg: „Ich finde es supergut, dass Gründlichkeit vor Schnelligkeit geht.“ In diese Kerbe schlugen auch SPD-Fraktionschef Thomas Giebel, FDP-Fraktionssprecher Fiedhelm Pösse und Grünen-Sprecher Dieter Hörnschemeyer. „Ich habe das Gefühl, dass Jugendarbeit jetzt in der Verwaltung einen Platz hat“, lobte Hörnschemeyer.

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