Ausschuss diskutiert über Sporthallenbedarf in Lotte
Neubau, Erweiterung und Sanierung

Lotte -

Für Diskussionen im Ausschuss für Schule, Sport, Soziales und Kultur (ASSK) sorgte die Beschlussvorlage zum Sporthallenbedarf in Lotte.

Donnerstag, 14.06.2018, 18:28 Uhr

Die bestehende Wersener Sporthalle mit der Zuschauertribüne.
Die bestehende Wersener Sporthalle mit der Zuschauertribüne. Foto: Jannik Zeiser

Einstimmig sprach sich das Gremium hingegen dafür aus, auf den Einbau mobiler Trennwände im Foyer der Grundschule Lotte zunächst zu verzichten und auch die Erweiterung der Mensa dort zurückzustellen, weil die Verwaltung auf Wunsch der Schule mit einer Betrachtung der gesamten Raumsituation beauftragt wird. Denn, wie die kommissarische Leiterin Magdalena Dassau berichtete, vordringliches Problem seien inzwischen die zu kleinen Klassenzimmer.

Wegen der Weiterentwicklung der ganzheitlichen Planungen zum Sportzentrum Lotte und der absehbar steigenden Bedarfe der Schulen an Hallenstunden hätten sich die Vorgaben für die Sporthallenbedarfsplanung verändert, erläuterte Hauptamtsleiterin Petra Tepe. In die Haushaltsplanung 2018 wurden, den Beschlüssen aus dem Jahr 2017 entsprechend, die Sanierung der Sporthalle in Lotte, die Sanierung und Erweiterung um eine Einfeldhalle der Sporthalle in Wersen und die Sanierung der Turnhalle in Halen aufgenommen.

Um das Sportzentrum in Lotte zu stärken und den Schulsportbedarf sowie die bisher über die Sporthalle in Wersen kompensierten Fehlbedarfe zu decken, sollen in der Juli-Sitzung des Bau- und Planungsausschusses die Weichen für den Neubau einer wettkampffähigen Dreifeldhalle anstelle der Bestandssanierung gestellt werden. In Wersen, so die Sachdarstellung zur Beschlussvorlage, habe sich im Gespräch mit den Leitungen der Gesamtschule, der Grundschule und der Krüger-Schulen die Erkenntnis ergeben, dass mit einer Einfeldhalle nicht einmal der Bedarf der Schulen, geschweige denn der Sportvereine und des Offenen Ganztags abgedeckt werden kann.

Laut Beschlussvorlage sollte der ASSK deshalb ein positives Signal für den Neubau einer Dreifeldhalle in Alt-Lotte geben und sich für die Sanierung der bestehenden Sporthalle in Wersen – unter der Voraussetzung, dass diese wettkampftauglich ist – und den Anbau einer teilbaren Zweifeldhalle auch zur Förderung des Vereins- und Breitensports aussprechen. Die Prüfung, ob anstelle der Zweifachhalle eventuell sogar eine Dreifachhalle erforderlich ist und ob die vorhandene Tribüne so umgebaut werden sollte, dass sie einfahrbar ist, wurde im Vorfeld der Abstimmung gestrichen.

Architekt Edmund Flatau erläuterte, dass die Erweiterung der Sporthalle in Richtung Westen trotz des topografischen Höhenunterschiedes von bis zu fünf Metern problemlos möglich sei. Für die Anbindung an den höher gelegenen Sportplatz und die unterschiedlichen Zu- und Abgänge lasse sich der Geländeanstieg sogar gut nutzen.

Auch der Bebauungsplan lasse sowohl Zweifeld- als auch Dreifeldhalle plus Erweiterung des Sportplatzes zu. Er skizzierte beide Alternativen als sinnvolle Ergänzung der zu sanierenden vorhandenen Halle, wies aber auch darauf hin, dass ein Umbau der Tribüne zum einfahrbaren Schubladensystem rund 100 000 Euro Mehrkosten bedeuten würde. Ganz grob über den Daumen gepeilt, lägen die Kosten für die Version mit Zweifeldhalle bei vier Millionen, mit Dreifeldhalle bei fünf Millionen Euro. In beiden Versionen wäre im Obergeschoss der geforderte Tanz- und Bewegungsraum enthalten. Aus Sicht der Schulen, so bestätigte auch der stellvertretende Leiter der Gesamtschule, Stefan Ferlemann, decke eine Zweifachhalle die Bedarfe ab.

Nach einer Beratung in den Fraktionen stimmten lediglich die beiden Grünen-Vertreter gegen die Dreifeldhalle.

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