Do., 07.05.2015

Giftköder in Metelen Vergiftet: „Heli“ hatte keine Chance

Warnhinweise für die Tierhalter hat das Ordnungsamt am Mühlenpättken (unser Bild) und am Prozessionsweg angebracht, nachdem Fälle von Gift-Attacken auf Vierbeiner im Gemeindegebiet bekannt geworden sind.

Warnhinweise für die Tierhalter hat das Ordnungsamt am Mühlenpättken (unser Bild) und am Prozessionsweg angebracht, nachdem Fälle von Gift-Attacken auf Vierbeiner im Gemeindegebiet bekannt geworden sind. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen - 

Mindestens zwei Hunde haben in der Vorwoche vergiftete Köder gefressen, die am Prozessionsweg von Unbekannten ausgelegt worden waren. Einer von ihnen, Labrador-Hündin „Heli“, starb daran.

Von Dieter Huge sive Huwe

„Heli“, die zehn Jahre alte Labrador-Hündin, hatte keine Chance. Wenige Tage nachdem sie offensichtlich einen ausgelegten Giftköder geschluckt hatte, musste das Tier eingeschläfert werden. Offensichtlich deshalb, weil auch „Emma“ der zweite Hund der Familie Beike, Vergiftungserscheinungen zeigte. Emma überlebte die Attacke.

Stefan Beike kennt sich mit Tieren bestens aus. Er ist Tierpflegemeister, arbeitet im Artenschutzzentrum des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in der Metelener Heide und berichtet über das Drama, dass sich am letzten April-Wochenende ereignet hatte. „Wir sind uns nicht sicher, ob Heli den Köder am Sonntagabend oder am Montagmorgen aufgenommen hat“, erklärt er. Abends ist die Tochter mit den Hunden unterwegs, morgens macht Beike gewöhnlich selber die Runde. Der Prozessionsweg, bei Hundefreunden eine beliebte Strecke fürs „Gassi gehen“, war das Ziel.

Was genau die Hunde gefressen haben, weiß Beike nicht. Am Montagabend jedenfalls zeigten beide Vierbeiner erkennbare Anzeichen einer Vergiftung. „Heli hat erbrochen und litt unter Durchfall, Emma ebenso“, schildert der Metelener den Leidensweg der beiden.

Der Tierarzt stellte bei der Labrador-Hündin einen Leberschaden und auch Herzprobleme fest. Er nahm eine Blutprobe. Emma, die Mischlings-Hündin, verkraftete die Attacke besser, erbrach aber ebenso. Als das Untersuchungsergebnis vorlag, wurde Beike schnell klar, dass Heli nicht zu retten war. Die Leber sei so stark geschädigt gewesen, dass der Veterinär dazu riet, den Hund von seinem Leiden zu erlösen. Am Donnerstag wurde Heli dann einschläfert.

Besonders bitter für den Metelener ist der Umstand, dass die Labrador-Hündin bei ihm zu Hause als Pflegetier untergebracht war. Der Besitzer, ein Soldat, ist im Mittelmeerraum eingesetzt, konnte Heli nicht mitnehmen. „Er wollte das Tier nicht der Hitze dort unten aussetzen.“ Dramatisch, dass das Leben der Hündin jetzt durch die Folgen einer Gift-Attacke endete.

Emma, die Mischlingshündin der Familie Beike, überlebte die Attacke zwar, doch seien Spätfolgen, insbesondere eine Schädigung der Leber, nicht auszuschließen, erfuhr Beike durch den Tierarzt. Der Metelener, der durch seine Arbeit im Artenschutzzentrum viel unterwegs ist, berichtete im Gespräch mit unserer Zeitung von einer weiteren Gift-Attacke in jüngerer Vergangenheit im Bereich Herford. Auch dort hatten Unbekannte offenbar Gift ausgelegt.

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