Metelen
Fulminantes Konzert des Blasorchesters

Montag, 18.04.2011, 00:04 Uhr

Metelen - „Kennen Sie einen Hit von Jürgen Böckelmann ?“, fragte Moderator Cornelius Mülders Pastor Thomas Stapper. Der Seelsorger wusste, dass Udo Jürgens gemeint war. Jetzt schwang Dirigent Dirk Brünenborg den Taktstock, und das Publikum im rappelvollen Bürgersaal kam in den Genuss von „Griechischer Wein“ und anderen Udo-Jürgens-Hits. Für einige Gesangseinlagen hatte das Blasorchester Metelen den Solisten Jordan Koop aus Emsdetten engagiert.

„Tradition trifft Moderne“ war das Motto eines fulminanten Frühjahrskonzerts, mit dem das Blasorchester Metelen das Publikum am Samstag und Sonntag im Bürgersaal verwöhnte. „Da ist musikalisch alles drin“, hatte der Vorsitzende Dieter Oskamp kurz vor Konzertbeginn versprochen. In der Tat: Das Orchester spielte sich drei Stunden lang durch die musikalischen Genres und demonstrierte eine bemerkenswerte Vielfalt musikalischer Gestaltungskraft.

Los ging es mit der Tradition. Der Zeppelin-Marsch, den Carl Teike einst zu Ehren des bekannten Grafen Zeppelin komponiert hatte, war da ein passender Einstieg. Aber auch mit Stücken von Offenbach und Rossini überzeugten die Musiker des Stammorchesters und die Klarinettensolistin Verena Kreimer.

Danach hatten die kleinsten Akteure des Blasorchesters ihren großen Auftritt: Mit Blockflöten, Triangel und Bongos betraten sie die Bühne. „Meine Noten, Ich hab´ gar keine Noten“, rief ein kleiner Steppke aufgeregt. Als endlich die Notenblätter vor ihm lagen, klappte alles prima. Das Publikum war begeistert und applaudierte kräftig, während das Stammorchester bereits mit einem Medley des Walzerkönigs Johann Strauss in den Startlöchern stand. „Wem es in den Füßen juckt, der darf gern auf dem freien Platz vor der Bühne tanzen“, motivierte der Moderator die Besucher beim „Wiener Blut“. Naja, einen Metelener zieht es offenbar nicht so schnell auf die Tanzfläche.

Aber dafür klatschten sie umso heftiger Beifall. Auch bei der anschließenden Polka „Böhmischer Traum“, den Interpretationen von Mambo, Rumba und Cha-Cha-Cha und dem Medley „Andre Rieu in Concert“. Mit dem Klassikermarsch „Alte Kameraden“ nahm das Blasorchester Abschied von der Tradition.

Nach der Pause war die Moderne angesagt. Die Titelmusik der brandneuen Fernsehserie „Hawaii Five-0“ und das anschließende Trompetensolo „Live and let die“ von Markus Kottig heizten zur Einstimmung kräftig ein.

Das Nachwuchsorchester indes wagte sich mit dem Ohrwurm „Pirates of the Caribbean“ an das Genre der Filmmusik und legte mit dem Rockklassiker „Smoke on the water“ noch einmal eindrucksvoll nach. Als Sondereinlage gab es schließlich ein Musikstück auf leeren Colaflaschen, die die jungen Musiker zu einer Flaschenorgel umfunktioniert hatten.

Die Magie und das Lebensgefühl des Salsa-Tanzes hielt danach Einzug im Bürgersaal. Das Blasorchester lief zur Hochform auf. Fetzige Rhythmen durchdrangen den Raum. Weiter ging es mit Robbie Williams, den Jordan Koop parodierte. Ein weiterer Höhepunkt waren die Blues Brothers (Hinik Jänsch und Barny Herdering) in ihrem unverwechselbaren Outfit. In Begleitung des Blasorchesters brachten sie den Saal mit den Top-Hits „Soul Finger“, „Soul Man“ und „Everybody needs somebody“ zum Kochen.

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