Mo., 20.08.2012

Schulhausmeister hat viel zu tun Von wegen Urlaubszeit

Schulhausmeister hat viel zu tun : Von wegen Urlaubszeit

Gehört noch zu den leichteren Aufgaben eines Schulhausmeisters: Christian Brüning ist auch in den Sommerferien schwer aktiv – unter anderem mit der Bohrmaschine, um ein Regal zu befestigen. Foto: ta

Metelen - 

Ferienzeit ist Urlaubszeit – nicht für Schulhausmeister Christian Brüning. Bis zum Schulanfang hat der 35-Jährige noch alle Hände voll zu tun. „Die letzten Tage der Sommerferien sind für mich ziemlich stressig“, sagt Brüning, während er Dübel in die dafür vorgesehenen Löcher steckt. Nach wenigen sicheren Handgriffen haftet das Regal fest an der Wand

Von Irmgard Tappe

In den Korridoren der St.-Vitus-Grundschule ist es still. Keine Kinderstimmen, keine Schritte. Nur hier und da hängt ein vergessener Anorak am Garderobenhaken und das eine oder andere Paar Turnschuhe liegt achtlos in der Ecke. Vor einigen Klassenräumen stehen außerdem einige Tische und Stühle umher. Und irgendwo im Schulgebäude brummt eine Schlagbohrmaschine. Hausmeister Christian Brüning ist gerade damit beschäftigt, ein Regal an der Wand zu befestigen. Bis zum Schulanfang hat der 35-Jährige noch alle Hände voll zu tun. „Die letzten Tage der Sommerferien sind für mich ziemlich stressig“, sagt Brüning, während er Dübel in die dafür vorgesehenen Löcher steckt. Nach wenigen sicheren Handgriffen haftet das Regal fest an der Wand.

Seit 2005 ist Brüning Hausmeister der Grundschule. „In unserem Beruf hat man nun mal nicht so lange Ferien wie die Schüler. Ich bekomme 28 Tage Urlaub pro Jahr. Mehr nicht“, grinst der gelernte Elektroinstallateur, während er seinen Zollstock ausklappt.

Mehr als die Hälfte der Sommerferien verbrachte Brüning im Schulgebäude. Acht Stunden pro Tag. In der ersten Ferienwoche habe er alle Klassenzimmer ausgeräumt. Tische und Stühle standen zusammengerückt in den Fluren, damit sie den Reinigungskräften nicht im Weg waren bei der gründlichen Fußbodenreinigung. Die Böden mussten außerdem gewachst und versiegelt werden. Alles Arbeiten, für die sich die sechswöchigen Sommerferien anbieten. „Die meisten Möbel“, sagt Brüning, „stehen mittlerweile wieder in den Klassen. Beim Einräumen haben mir einige Ein-Euro-Kräfte geholfen. Für mich allein wäre das doch recht viel gewesen – bei 288 Schülern.“

In der diesjährigen Ferienzeit kam noch hinzu, dass die Schule mit einem neuen Heizkessel ausgerüstet wurde. Diese Installation gehört zwar nicht zu den Aufgaben des Hausmeisters. Trotzdem musste Christian Brüning im Hause sein und den Heizungsinstallateuren auch mal zur Hand gehen. Zwischendurch hat er in den Klassenräumen einige Lampen gewechselt, Regale angebracht, gelockerte Schrauben befestigt und vieles mehr. Heute und morgen stehen noch die letzten Feinheiten an. Und wenn am Mittwoch der Gong das neue Schuljahr einläutet, dann widmet Christian Brüning sich wieder den üblichen Hausmeisteraufgaben der St.-Vitus-Schule.

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