Erste Mitgliederversammlung des Fördervereins „Matellia Power“
Der Bürgermeister hat den Anstoß im Sportpark Süd schon im Visier

Metelen -

Der FC Matellia muss sich an den Kosten für den neuen Sportpark Süd beteiligen. Daraus machte Bürgermeister Helmut Brüning keinen Hehl. Er war am Freitagabend in der ersten Mitgliederversammlung des neuen Fördervereins „Matellia Power“ zu Gast.

Sonntag, 14.04.2013, 21:04 Uhr

Wollen am Sportpark Süd eine neue Heimat für
Wollen am Sportpark Süd eine neue Heimat für Foto: Rupert Joemann

Schon im nächsten Jahr soll der Spatenstich für den neuen Kunstrasenplatz am künftigen Sportpark Süd erfolgen. Das sagte Bürgermeister Helmut Brüning als Gast bei der ersten Mitgliederversammlung des neuen Fördervereins „ Matellia Power“ am Freitagabend. Einzige Voraussetzung: Matellia beteiligt sich an den Kosten.

In welchem Rahmen, das wollte und konnte Brüning den rund 20 erschienen von derzeit 34 Mitgliedern nicht sagen. Dafür gibt es noch zu viele Unbekannte. Beispielsweise wie die Platzanordnung am neuen Standort aussehen soll. Die Varianten dazu sind sehr unterschiedlich, was sich auch auf die Höhe der Kosten auswirkt. „In der nächsten Woche trifft sich der Arbeitskreis. Und am 22. April findet die Sitzung des Bau- und Planungsausschusses statt. Dann wissen wir mehr“, bat Brüning am Freitagabend um Verständnis für die Vorgehensweise. Fußballvereine in der Umgebung mussten des Öfteren bis zu 100 000 Euro Eigenkapital aufbringen, um einen Kunstrasenplatz zu verwirklichen.

Der Förderverein soll helfen, das benötigte Geld aufzubringen. „Wir sind die Bausparkasse von Matellia“, sagte Markus Wesseler, Vorsitzender des neuen Gremiums. Schmunzelnd fügte er hinzu: „Mit einem leeren Bausparvertrag.“ Das soll sich ändern. Momentan hat der Förderverein 3500 Euro auf dem Konto.

Die motivierten Förderer stecken zurzeit in einem Dilemma. Da die Summe noch nicht bekannt ist, die der Club aufbringen muss, ist es auch schwierig, Sponsoren zu finden. „Die Leute wissen doch noch nicht einmal, ob der Sportpark Süd wirklich gebaut wird“, sagte einer der Anwesenden. Doch da beruhigte Brüning alle: „Der Sportpark wird im nächsten Jahr gebaut. Das Geld ist da.“ Er verwies darauf, dass der Gemeinderat das Projekt unterstütze und zudem schon Gelder sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr im Haushalt bereit gestellt seien. Der Bürgermeister machte aber nochmals deutlich, dass eine finanzielle Hilfe des Vereins unabdingbar sei.

Im Sportpark soll nicht nur Fußball gespielt werden. Auch andere Sportarten sind dort vorgesehen. „Das Areal kann Schritt für Schritt ausgebaut werden“, sagte Brüning. Er setzt darauf, dass die Entscheidung über den Bau noch vor der Sommerpause fällt. Derzeit würden die Rahmenbedingungen geschaffen. Eine externe Ausgleichsfläche von 2,4 Hektar für eine nötige Aufforstung ist bereits von der Gemeinde gekauft worden. Lärm- und Lichtschutz-Gutachten sind erstellt. Ein Umweltverträglichkeitsgutachten ist momentan in Bearbeitung. Nur ein Bebauungsplan fehlt noch.

„Je früher wir anfangen, umso besser“, so Fußball-Abteilungsleiter Dietmar Kemper. Das sieht auch Brüning so. „Ich möchte noch den ersten Anstoß machen“, sagte der bekennende Nicht-Fußballer lächelnd.

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