Di., 10.09.2013

Menschen und Tiere kamen nicht zu Schaden Ein trauriger Anblick nach dem Brand

Der Anblick lässt erahnen, wie sich eine Familie fühlen muss, auf deren Hof ein großes Feuer ausgebrochen ist. Auch am Dienstag brannten noch Stroh- und Heuballen.

Der Anblick lässt erahnen, wie sich eine Familie fühlen muss, auf deren Hof ein großes Feuer ausgebrochen ist. Auch am Dienstag brannten noch Stroh- und Heuballen. Foto: Bettina Laerbusch

Metelen - 

Die Familie Becker, der das Anwesen gehört, auf dem in der Nacht zu Montag eine Halle brannte, ist fassungslos. Aber sie ist auch einfach nur froh, dass weder Menschen noch Tiere zu Schade gekommen sind.

Von Bettina Laerbusch

„2500 Ballen Stroh und Heu waren in der Halle“, sagte am Dienstagmorgen Gemeindebrandinspektor und Einsatzleiter Manfred Krude auf Nachfrage unserer Zeitung. Um die Hälfte der in Brand geratenen Ballen hatten sich seine Einsatzkräfte im Laufe des Montags kümmern können, die restlichen weit über 1000 holte im Laufe des Dienstags eine Firma aus Ochtrup aus der Scheune. Draußen löschten dann Mitglieder der Metelner Feuerwehr das immer noch schwelende Stroh und Heu.

Die Halle war in der Nacht zu Montag komplett ausgebrannt.

„Der Regen ist jetzt hervorragend, der unterstützt uns“, sagte Krude am Dienstagmorgen. Wenn es nach ihm und seinen Feuerwehrkameraden geht, dann kann es ruhig weiter regnen.

Traurig stimmt der Anblick der Scheune und der durch das Feuer völlig zerstörten landwirtschaftlichen Fahrzeuge, die vor dem ausgebrannten Gebäude stehen. „Wir müssen jetzt die Dachkonstruktion im Auge behalten“, betonte Krude. Sie sei einsturzgefährdet.

In der Nacht zu Dienstag hatten neun Feuerwehrleute auf dem Hof an der Ochtruper Straße Wache gehalten. Am Tag danach waren zwölf Einsatzkräfte vor Ort. Auch in den nächsten Tagen, betonte Manfred Krude, gelte es, äußerst wachsam zu sein, immer wieder könnte sich Material entzünden.

Was ist in der Nacht zu Montag auf dem Hof an der Ochtruper Straße passiert? „Die Brandursache steht noch nicht fest“, sagte Reiner Schöttler, Sprecher der Polizei des Kreises Steinfurt, am Dienstagvormittag. „Ein Sachverständiger ist beauftragt worden, die Ermittlungen laufen.“

Der Schaden liegt nach einer ersten groben Schätzung des Polizeisprechers im sechsstelligen Eurobereich. Mehr in Richtung 100 000 oder 900 000 Euro? Reiner Schöttler wurde nicht konkreter, erinnerte aber daran, dass Fahrzeuge in der Scheune standen. Darüber hinaus gab es eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes.

Die Familie Becker, der das Anwesen, auf dem die Scheune stand, gehört, ist fassungslos – aber sie ist auch einfach nur froh, dass weder Tiere noch Menschen zu Schade gekommen sind.

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