Der Anfang ist gemacht
Erster Spatenstich für den Sportpark Süd

Metelen -

Die Mitglieder von Matellia Metelen waren schon fleißig. Jetzt sind die Fachfirmen dran. Am Sportpark Süd erfolgte am Donnerstagmorgen der symbolische erste Spatenstich. Mit dabei war auch Bürgermeister Helmut Brüning sowie Vertreter der Matellia.

Donnerstag, 12.06.2014, 22:06 Uhr

Bürgermeister Helmut Brüning ist am Donnerstagmorgen beim ersten Spatenstich für den Sportpark Süd zu Scherzen aufgelegt. „So, dann mal ran an die Spaten. Wenn alle mit anpacken sind wir heute Mittag fertig“, frotzelt der Verwaltungschef. Ein bisschen mehr Zeit müssen die Metelener ihrem neuen Sportpark allerdings noch geben. Immerhin: die Fertigstellung des Kunstrasenplatzes an der Walkenmühle ist für August oder September geplant.

Doch bereits jetzt ist die Euphorie bei allen Beteiligten spürbar. „Wir beschäftigen uns schon etwas länger mit dem Projekt“, sagt Brüning und erinnert daran, dass die Pläne seit gut 25 Jahre in der Schublade liegen. Doch erst habe die Gemeinde nicht recht gekonnt, dann kamen die Fußballer nicht in die Gänge. Heute sei das anders. „Alle stehen hinter dem Sportpark Süd“, betont Brüning.

Damit nun aus den Plänen Realität wird, haben die Vereinsmitglieder von Matellia Metelen schon kräftig mit angepackt und jede Menge Zeit und Arbeitskraft investiert. Der Sportplatz liegt in diesen Tagen brach und erinnert an eine Wüstenlandschaft. Der Umriss des Fußballfeldes ist noch zu erkennen, einige Bäume mussten für das Vorhaben weichen. Doch das soll sich schon in Kürze ändern. „Alle Aufträge sind vergeben“, verkündet der Verwaltungschef. Beteiligt sind das Planungsbüro Brinkmann und Deppen aus Sassenberg im Kreis Warendorf, die IBR Flutlicht GmbH & Co. KG aus Salzkotten im Kreis Paderborn und die Firma Garten- und Landschaftsbau Boymann aus Dortmund. Sie sollen dafür Sorge tragen, dass in naher Zukunft der Sportpark Süd fertiggestellt wird.

Dazu beginnen schon bald die Erdarbeiten. Leitungen müssen verlegt und die umlaufende Leichtathletikbahn gebaut werden. Letztere erhält eine wassergebundene Decke aus Dolomit-Sand, der durch Verdichtung besonders fest in der Oberfläche wird. Auf dem Gelände soll neben der Leichtathletikbahn eine Kugelstoßanlage, ein Beachvolleyballfeld sowie ein Kunstrasenplatz entstehen. Der allein umfasst bereits eine Fläche von gut 7000 Quadratmetern. „Somit können dort später mehrere Trainingseinheiten parallel stattfinden“, weiß Erich Scheffer, Vorsitzender des Gesamtvorstandes von Matellia Metelen. Und An­dreas Joost von der Gemeinde ergänzt: „Da wären dann auch Turniere möglich.“

Doch jetzt ist erst einmal Sommerpause angesagt – übrigens nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf der Baustelle, zumindest für die Vereinsmitglieder. Denn dort müssen jetzt die Profis ran. Es gilt, den Untergrund für die Kunstrasenbahnen herzurichten und die neue Flutlichtanlage zu installieren. Erst dann kommt der Kunstrasen an die Reihe. „Die Verlegung kann man sich in etwa wie bei einem gewebten Teppich vorstellen“, beschreibt Brüning das Vorgehen. Die gut vier Meter breiten Bahnen werden aufgelegt und verschweißt. Dann kommt ein spezielles Granulat zum Einsatz, das eingefegt wird.

Wenn die Arbeiten so weit fortgeschritten sind, sind wieder die Vereinsmitglieder an der Reihe. Wobei der Verwaltungschef froh über die Pause für Matellia ist. „Man darf so einen Verein auch nicht überfordern“, findet Brüning und lobt noch einmal das Engagement. Die Vereinsmitglieder sollen das Gelände rund um die Sportstätte später pflastern und gegebenenfalls bepflanzen. Sprich, sie kümmern sich um „das Drumherum“, wie es der Vorsitzende der Fußballabteilung, Dietmar Kemper, ausdrückt. Doch eigentlich sind sie mittendrin im großen Projekt Sportpark Süd.

Parallel zum Bau des neuen Kunstrasenplatzes wird auch der Neubau des Stadions auf der anderen Seite der Vechte vorangetrieben. Dort steht nun ein Umweltverträglichkeitsgutachten an. Die Untersuchungen dauern ein Jahr. Erst danach steht fest, ob und in welchem Umfang Ausgleichsflächen geschaffen werden müssen. „Wir gehen davon aus, dass wir ausgleichen müssen. Nur das Ausmaß kennen wir noch nicht“, so der Bürgermeister. Die Bauarbeiten werden also erst 2015 starten können. Doch auch hierfür sind die Aufträge bereits vergeben. Das Warten auf den Sportpark Süd hat ein Ende.

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