Flüchtlinge
Ungewöhnliche Winterwanderung

Metelen -

Sie kümmern sich seit Monaten darum, dass Flüchtlinge, die nach Metelen kommen, ihre ersten Brocken Deutsch lernen. Jetzt organisierten die Lehrenden und die Aktiven der KAB einen Wintergang, um den Asylsuchenden den Ort näher zu bringen.

Mittwoch, 11.03.2015, 10:03 Uhr

Niemals zuvor trafen sich so viele Nationalitäten und Kulturen zu einer Winterwanderung in Metelen . Davon jedenfalls war die KAB überzeugt, die die Teilnehmer und die Lehrenden der KAB-Deutschkurse für Asylsuchende eingeladen hatte. Zusammen mit einigen KAB-Mitgliedern aus Metelen machten sich Menschen aus dem Libanon , aus Eritrea, Mazedonien, Guinea, Syrien, Bangladesch, und Serbien auf den Weg durch die Gemeinde.

Erstes Ziel war die St.-Vitus-Grundschule. Von da aus wurde das Stadion angesteuert, wo gerade ein Fußballspiel stattfand. Hier erfuhren die Gäste, dass auf dem Gelände ab dem Frühjahr wieder Trainingszeiten für das Sportabzeichen angeboten werden, an denen jeder teilnehmen kann.

Große Begeisterung kam bei dem Besuch der Sporthalle auf, in der gerade Mannschaftsspiele ausgetragen wurden. Die Termine für die Schnupperangebote des TTV sollen bei den nächsten Unterichtsstunden bekannt gegeben werden. Über die Vechtestraße führte der Weg weiter zum Mühlenmuseum. Bernhard Iking, Vorsitzender des Heimatvereins, lud die Gruppe zu einer Besichtigungstour ein. Das Rauschen des Wassers, die Geräusche der Turbine und das Knattern der Antriebsriemen begeisterten die Besucher. Vor allem Jonas aus Eritrea war angetan von der Kraft des Wassers, berichtet die KAB . Nach einem Gang entlang der Vechte und durch den Ort, war das Ziel der Wanderung die Oase. Erich Joost empfing die Gruppe zu einem westfälischen Gericht, Zwiebelfleisch mit Kartoffeln, Reis und Salat. Als Nachtisch gab es Schoko- und Vanillepudding.

Bei angeregten Gesprächen, die miteinander geführt wurden, waren die ersten Erfolge der Sprachkurse deutlich zu vernehmen. So war es auch nicht verwunderlich, dass die Gruppe noch einige Zeit zusammen blieb.

Erich Joost freute sich über die große Resonanz auf die Veranstaltung. Moussa aus dem Libanon, dankte der KAB und allen, die der Gruppe den Ort näher gebracht hatten, im Namen der Teilnehmer. Die KAB setzt darauf, dass auch andere Vereine sich offen zeigen für die Neuankömmlinge im Ort: „Es wäre toll und eine wirkliche Geste von guter Willkommenskultur, wenn auch andere Vereine und Gruppen ähnliche Ideen in die Tat umsetzen würden. Dafür bedarf es keine zeitraubende Gremien und Treffen. Einfach handeln und anfassen“, war das Resümee von Werner Bever. Ein Forum und Anregungen für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe gibt es online.  

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