Schulstandort
Die Antworten genügen noch nicht

Metelen -

Unzufrieden zeigen sich die Fraktionen von SPD und UWG. Grund ist das Antwortpapier der Verwaltung auf ihren Fragenkatalog zum Schulstandort. Sie beiden Ratsfraktionen fordern konkretere Zahlen und die Darstellung von Alternativen zur Planung am Standort Schulstraße.

Dienstag, 31.05.2016, 06:05 Uhr

Fühlen sich nicht ausreichend informiert: UWG-Fraktionschef Ansgar Stening (l.) und der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Sievert.
Fühlen sich nicht ausreichend informiert: UWG-Fraktionschef Ansgar Stening (l.) und der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Sievert. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Der Fragenkatalog , den die Fraktionen von SPD und UWG gemeinsam an die Gemeindeverwaltung gerichtet haben, war lang und ging ins Detail. Denn daran ist den beiden Ratsfraktionen gelegen: Möglichst genau im Bilde zu sein darüber, welche Konsequenzen ein möglicher Umzug der Grundschule an den neuen Standort „Zum Freistein “ hätte oder was es bedeuten würde, wenn die Vitus-Schule an der Schulstraße bleibt.

Die Antworten liegen jetzt vor, doch sind sie beiden Fraktionen – zumindest in einigen Punkten – nicht ausführlich genug. Dies wurde bei einem Gespräch der beiden Fraktionschefs Andreas Sievert (SPD) und Ansgar Stening (UWG) mit dieser Zeitung am Montagabend deutlich.

„Wir sind nicht zufrieden“, sagten beide unisono. Besonders vermissen sie eine konkrete Darstellung darüber, wie sich ein Aula-Neubau auch an anderer Stelle am Standort Schulstraße realisieren ließe – und vor allem, was das kosten würde. „Ich möchte Varianten gegeneinander abwägen können, brauche aber dafür konkrete Zahlen“, so Stening, denn: „Ich muss die Entscheidung doch später den Bürgern erklären können.“ Das Papier der Verwaltung biete hierfür zu wenig, habe mehr Fragen aufgeworfen, als es beantworte. Dem UWG-Chef fehlen beispielsweise immer noch Daten zur Bausubstanz von Gebäudeteilen der alten Hauptschule. Sievert stieß ins gleiche Horn: „Einige Punkte sind sehr detailliert dargestellt. Doch Alternativen zu einem Neubau mitten auf dem Schulhof der Vitusschule wurden nicht aufgezeigt.“ Diese Allgemeinplätze soll die Verwaltung jetzt durch konkreten Zahlen ersetzen.

Zu schwammig sind den beiden Lokalpolitikern auch die Aussagen der Verwaltung zu den Kosten der Übergangslösung, falls der Standort Schulstraße erhalten bleiben sollte. Und dann haben Sievert und Stening der Verwaltung auch noch mit auf den Weg gegeben, darzustellen, was denn der Abriss des Altbaus an der Schulstraße und ein Neubau an gleicher Stelle kosten würde – diese Anregung sei aus der Bürgerschaft gekommen.

Schaut man in den Antwortkatalog der Gemeindeverwaltung, so gibt es angesichts der bisherigen Debatte kaum neue Erkenntnisse. Auch der Kostenrahmen für eine mögliche Aussiedlung der Schüler während einer anderthalbjährigen Umbauphase am Standort Schulstraße bleiben schwammig. „Im deutlich sechsstelligen Bereich“, heißt es in dem Papier lediglich.

Genauer ist da schon die Auflistung der Fahrkosten (aktuell jährlich knapp 60 000 Euro). Daran werde sich auch am Standort „Zum Freistein“ nichts ändern, schreibt die Verwaltung. Grund: Zusätzliche Fahrschüler aus dem Bereich Adenauerstraße stehen Samberger Schülern entgehen, die nicht mehr unter die Zwei-Kilometer-Grenze für Primarschüler fallen.

Eine Einbahnstraßen-Regelung für Teile des Freisteins bringt die Verwaltung mit Blick au die Schulbus-Anbindung ins Spiel, spricht von einer Busbucht im Bereich der jetzigen Fahrrad-Abstellanlage. Verbucht wird dieses Szenario in dem Papier aber noch ausdrücklich als eine denkbare „Variante“.

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