„Brings“ beim Zeltfest
Viel mehr als nur Karneval

Metelen -

Die Kölschrockband „Brings“ gibt am Freitagabend beim Zeltfest ein Konzert. Am letzten Wochenende des diesjährigen Partymarathons werden dabei nicht nur die bekannten Karnevalshits zu hören sein – auch ruhigere Töne gehören zum Repertoire der fünf Musiker. 

Freitag, 07.04.2017, 08:04 Uhr

Vom Rhein an die Vechte: Die Kölschrock-Band „Brings“ gastiert am Freitag Abend beim Zeltfest Metelen.
Vom Rhein an die Vechte: Die Kölschrock-Band „Brings“ gastiert am Freitag Abend beim Zeltfest Metelen. Foto: Moritz Künster

Wie schafft man es, eine solch renommierte Band wie „ Brings “ für ein Konzert in einer Gemeinde zu gewinnen, deren Namen die Akteure wohl noch nie gehört haben? Auf diese Frage hat der Organisator des Partymarathons an der Industriestraße eine einfache Antwort: die hoch professionelle technische Ausstattung der Bühnen, eine bewährte Infrastruktur und das gute Verhältnis zwischen Akteuren und Veranstalter.

„Als ich das erste mal angefragt habe, kam zunächst eine zurückhaltende Antwort“, berichtet Ludger Kock im Gespräch mit dieser Zeitung. „Ich habe der Managerin dann Bilder und Informationen zu unserer Veranstaltung, der Technik und dem Bühnenbild zugeschickt, und am nächsten Morgen kam von den Jungs dann direkt die Zusage“, freut sich der Veranstalter über das „unproblematische Verhältnis“ zu der Kölner Kultband, die im vergangenen Jahr vor über 40 000 Zuschauern im Kölner Fußballstadion ihr 25-jähriges Jubiläum feierte.

Obgleich die aus den Brüdern Peter und Stephan Brings, Kai Engel, Harry Halfter und Christian Blün bestehende Formation hauptsächlich für Karnevalsknaller wie „Superjeilezick“ und „Kölsche Jung“ bekannt ist, verspricht Kock dem Publikum viel mehr als eine jecke Prunksitzungsstimmung.

Die Leute werden erstaunt sein, wie viele von den älteren und langsameren Liedern sie auch mitsingen können, bei denen die Feuerzeuge hochgehen.

Ludger Kock

„Ich mag Karneval eigentlich selber nicht besonders, freue mich aber trotzdem total auf das Konzert“, erklärt der Organisator mit Blick auf die ruhigeren Seiten der Band: „Die Leute werden erstaunt sein, wie viele von den älteren und langsameren Liedern sie auch mitsingen können, bei denen die Feuerzeuge hochgehen.“

Mit der Resonanz an den ersten beiden Partywochenenden sei er zwar zufrieden gewesen – er ärgere sich allerdings über die mangelnde Wertschätzung der Veranstaltung. „Vielen ist überhaupt nicht bewusst, wie viel Arbeit und Risiken mit so einer großen Veranstaltung verbunden sind. Ich mache das jetzt seit 33 Jahren und tue das vor allem für das Publikum. Wenn ich nur das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag berücksichtigen würde, bräuchte ich das Ganze eigentlich gar nicht mehr zu machen“, erklärt Kock in Bezug auf den hohen Grad von Technik und Exklusivität, die mittlerweile erwartet werde.

Wenn an den Laternen nur Werbung für Veranstaltungen in der eigenen Stadt gemacht werden darf, sollten sie auch eine Mauer um Ochtrup bauen.

Ludher Kock

Auch sei es heutzutage schwierig, die Veranstaltung, von der die Hälfte des Gewinns der Weißrusslandhilfe zugute komme, angemessen zu bewerben. So habe man beispielsweise die Plakate, die in der Nachbarstadt aufgehängt wurden, wieder abnehmen müssen. „Wenn an den Laternen nur Werbung für Veranstaltungen in der eigenen Stadt gemacht werden darf, sollten sie auch eine Mauer um Ochtrup bauen“, so Kock.

Der Unmut ist dem Organisator durchaus anzumerken, wenn er über die Rahmenbedingungen der Organisation spricht. Dennoch überwiege am Ende immer noch das gute Gefühl – der positiven Resonanz der Gäste sei Dank.

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