Mo., 04.01.2016

Die Sternsinger sind startklar Frauen aus der Gemeinde nähten prunkvolle Gewänder

Passt wie angegossen! Josefa Möllerwessel beriet Cher bei der Auswahl und Anprobe des schmucken Kostüms, in dem die Neunjährige ab heute gemeinsam mit den anderen Sternsingern von Haustür zu Haustür ziehen wird. Annette Mensing nähte aus Bettlaken die Untergewänder und half Greta bei der Anprobe des Umhangs (kleine Fotos). Die Gruppe der Achtjährigen ist rund um das Stadion an der Ochtruper Straße im Einsatz

Passt wie angegossen! Josefa Möllerwessel beriet Cher bei der Auswahl und Anprobe des schmucken Kostüms, in dem die Neunjährige ab heute gemeinsam mit den anderen Sternsingern von Haustür zu Haustür ziehen wird. Annette Mensing nähte aus Bettlaken die Untergewänder und half Greta bei der Anprobe des Umhangs (kleine Fotos). Die Gruppe der Achtjährigen ist rund um das Stadion an der Ochtruper Straße im Einsatz Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen - 

Die Sternsinger in Metelen sind bereit für ihren Einsatz. Ab Montag ziehen sie durch die Gemeinde, um den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu bringen und Spenden für notleidende Kinder zu sammeln. Dabei tragen sie prachtvolle Kostüme, die sie als die Heiligen Drei Könige ausweisen. Genäht wurden die in diesem Jahr von Josefa Möllerwessel und ihren Mitstreiterinnen.

Von Dieter Huge sive Huwe

Welch ein Trubel in der Oase. Im großen Saal sitzen Kinder an den langen Tischen, meist in kleinen Gruppen, denn fast alle haben sich vorab schon zusammen gefunden und auch abgesprochen: „Wir sind in diesem Jahr Sternsinger!“

Es ist Anfang Dezember, noch über ein Monat, bis es in der Verkleidung der Heiligen Drei Könige von Tür zu Tür geht. Doch eben diese Verkleidung ist es, die fehlt. Keine Verkleidung wie im Karneval, nein festliche Gewänder warten auf die Mädchen und Jungen, die schon erwartungsvoll zu Annette Mensing und Josefa Möllerwessel hinüberschauen.

Die beiden Frauen haben indes die Ruhe weg, wissen, dass vor der Anprobe zunächst Ruth Bentler ihren Part hat im Saal der Oase. Die Pastoralreferentin der Pfarrgemeinde Ss. Cornelius und Cyprianus sitzt vorne, erklärt, worum es beim Sternsingen geht und erläutert den Ablauf, der sich ja eigentlich Jahr für Jahr gleicht. Schließlich sammeln die Kinder für Kinder, denen es nicht so gut geht. Es ist die größte Aktion dieser Art weltweit – und die Metelener   Sternsinger sind ein Teil davon. Bolivien ist das Schwerpunktthema des Jahres. Diese Sammlung bringt Hilfe für Kinder in dem südamerikanischen Land.

Die Pastoralreferentin macht auch denjenigen Mut, die zum ersten Mal dabei sind: „95 Prozent der Menschen freuen sich, wenn ihr kommt. Und über die anderen dürft ihr euch nicht ärgern, wenn sie euch die Türe zumachen.“ Die meisten Metelener wüssten es eben zu würdigen, dass die Kinder Ferientage opferten, um für die Kinder in Bolivien zu sammeln.

Im Anschluss an die kurze Ansprache werden für die einzelnen Bezirke die Gruppen eingeteilt. Greta, Lina und Emely sind acht Jahre alt, Lilly noch sieben. Sie haben sich schon zusammen gefunden und wollen in dem Bezirk rund um das Stadion an der Ochtruper Straße sammeln. Für Emely steht fest: „Ich möchte als Engel mitgehen und den Stern tragen.“ Noch nicht so einig ist sich das Quartett in der Frage, wer denn den schwarzen König spielt. Aber auch das machen die Vier noch unter sich aus. Viel entscheidender ist jetzt die Kostümwahl. Als sie an der Reihe sind, bekommen sie von Annette Mensing zunächst die Untergewänder. 40 davon hat die fleißige Metelenerin aus alten Bettlaken genäht. Eine Station weiter warten schon auf Bügeln die prunkvollen Kostüme, an denen Josefa Möllerwessel viele Stunden genäht hat. Die Stoffe spendeten Metelener, die Arbeit an der Nähmaschine brachte Möllerwessel unentgeltlich ein. Ein „Das sieht aber toll aus!“ aus dem Munde der angehenden Weisen aus dem Morgenlande ist ihr Dank genug. Sogar in Samt und Brokat gehüllt stehen die Kinder nun in kleinen Gruppen beisammen.

Bis zu ihrer heutigen Aussendung um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche mussten sie dann noch den Segensspruch einüben. Aber Ruth Bentler hat auch dafür einen guten Tipp parat: „Schreibt ihn doch einfach auf die Rückseite des Sterns – das hilft.“

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