Di., 05.01.2016

Sternsinger in Metelen unterwegs Segen gegen Spenden

Gegen eine kleine Spende segnen Anna, Clara-Sophie und Maja das Haus, das mit dem Schriftzug „20+C+M+B+16“ versehen wird.

Gegen eine kleine Spende segnen Anna, Clara-Sophie und Maja das Haus, das mit dem Schriftzug „20+C+M+B+16“ versehen wird. Foto: Irmgard Tappe

Metelen - 

Knapp 80 Sternsinger machten sich am Montagvormittag auf den Weg durch Metelen, um Spenden zu sammeln. Auch Anna, Clara-Sophie und Maja klingelten an vielen Häusern und wurden für ihr Engagement mit reichlich Süßigkeiten belohnt.

Von Irmgard Tappe

„Oh, es schneit“, rufen Maja, Clara-Sophie und Anna wie aus einem Munde, als sie die Kirchentür von Ss. Cornelius und Cyprianus öffnen. Der Aussendegottesdienst ist beendet. Jetzt brechen die drei Mädchen und rund 75 weitere kleine Könige auf, um Geld für die armen und benachteiligten Kinder dieser Welt zu sammeln und den Metelner Bürgern den Segenswunsch der Sternsinger zu überbringen. Maja, die an diesem Montagmorgen die Rolle des Balthasar spielt, wickelt die gesegneten Kreidestücke in eine Plastiktüte. „Damit sie nicht nass werden“, sagt sie und legt das Päckchen in den Bollerwagen. Auf geht‘s.

„Ich bin gerne Sternsinger, weil man da von Haus zu Haus geht und für arme Kinder Geld sammelt“, meint Clara-Sophie alias Caspar, während die drei Könige durch ihren Bezirk ziehen.

Den Segensspruch haben sie auswendig gelernt. Und für alle Fälle klebt der Text auf der Rückseite des Sterns. Den trägt Anna, die den König Melchior verkörpert.

„Hübsch seht ihr aus in euren Gewändern“, meint eine ältere Frau und steckt Geld in die Sparbüchse. Für die Könige hat sie außerdem eine Tüte mit Süßigkeiten bereitgelegt. Clara-Sophie schreibt „20+C+M+B+16“ an die Tür. Das bedeutet: Christus segne dieses Haus. Jetzt noch ein Segenswunsch zum Abschied und weiter geht es zum nächsten Haus, wo Maja auf die Klingel drückt. Niemand da? „Da ist gerade jemand durch die Tür gehuscht. Ich hab‘s genau gesehen“, sagt Clara-Sophie und klingelt ein zweites Mal. Keine Reaktion. „Die wollen uns wohl nicht haben“, meint Anna und die Mädchen ziehen weiter. Bei den meisten Leuten werden sie willkommen geheißen. Wie bei dem Vater mit seinen beiden kleinen Kindern. „Wir haben euch schon erwartet“, meint er. Sein Sohn Hendrik überreicht den Sternsingern leckere Süßigkeiten. Sein Papa steckt noch ein Scheinchen in die Sparbüchse und lobt: „Das habt ihr aber gut gemacht. Super.“

Der Segensspruch kommt den Mädchen immer geläufiger über die Lippen. Was es mit der Sternsingeraktion auf sich hat, wissen sie ebenfalls. Außerdem hat Pastoralreferentin Ruth Bentler ihnen im Aussendegottesdienst noch einmal erklärt, dass Bolivien in diesem Jahr das Beispielland ist. Unter dem Leitgedanken „Segen bringen, Segen sein, Respekt für dich, für mich, für andere – in Bolivien und weltweit“ bringen die Sternsinger ihre Botschaft zu den Menschen.

„Ich habe auch vor euch Sternsingern großen Respekt. Ihr opfert einen bis zwei Ferientage für diese Aktion. Das ist toll“, zollt Bentler allen kleinen Königen Anerkennung.

Während die Sternsinger tapfer durch den Schneeregen marschieren, rücken Mathilde Joost und Mathilde Möllers in der Küche des Pfarrzentrums „Oase“ an. Sie sind für das leibliche Wohl der kleinen Könige verantwortlich. Gegen zwölf Uhr kommen die nämlich zur Mittagspause ins Pfarrzentrum. „Dann gibt es hoffentlich wieder die leckeren Spaghetti Bolognese“, meint Maja. Sie werden nicht enttäuscht.

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