Sa., 09.01.2016

Bürgerradweg macht Fortschritte Die Anträge sind gestellt

Das bisherige Schotterpättchen entlang der Schöppingener Straße ist bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen mit Rädern kaum noch befahrbar.

Das bisherige Schotterpättchen entlang der Schöppingener Straße ist bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen mit Rädern kaum noch befahrbar. Foto: hsh

Metelen - 

Schon seit Längerem beschäftigt der Radweg entlang der Schöppingener Straße die Anlieger und die Metelener Gemeindeverwaltung. Jetzt macht das Thema Fortschritte. Anlieger haben sich zu einem Bürgerradwegverein zusammengeschlossen. Außerdem wurden Anträge an Land und Bund gestellt.

Von Jonas Katerkamp

Das Thema Bürgerradweg kommt wieder in Fahrt. Das schmale Pättchen entlang der viel befahrenen Schöppingener Straße beschäftigt bereits seit Längerem sowohl die Anlieger als auch die Metelener Gemeindeverwaltung. Das vorerst letzte Kapitel schloss im Mai vergangenen Jahres ab, als Straßen.NRW klarstellte, dass das Land vorerst kein Geld für den Ankauf von Grundstücken zum Bau eines ordentlichen Radweges bereitstellen werde (wir berichteten). „Seitdem hat sich einiges getan“, erklärt UWG-Ratsherr Dietmar Deitermann im Gespräch mit unserer Zeitung.

Zusammen mit Christoph Herdering und Ludger Wensing ist er federführend für das Projekt verantwortlich. So hat sich noch im November ein „Bürgerradwegverein Metelen“ mit dem Anspruch auf Gemeinnützigkeit gegründet. „Dieser besteht aus Anliegern und dem Bürgermeister in Vertretung der Gemeinde. Es ist aber auch jeder Interessierte herzlich eingeladen, beizutreten“, sagt Deitermann.

Darüber hinaus sind die Anträge für Zuschüsse von Bund und Land gestellt worden, und die Gemeindeverwaltung ist in Grundstücksverhandlungen mit den betroffenen Eigentümern getreten. „Die Anlieger sind der Gemeinde bei den Grundstückspreisen auch schon sehr entgegengekommen“, verrät Deitermann, der selbst als Landwirt in Samberg tätig ist.

Seitens des Vereins sei sogar bereits ein vorläufiger Finanzierungsplan aufgestellt worden, in dem die genaue Kostenstruktur dargestellt und der Anteil an Eigenleistungen beziffert werden. „Ein Großteil der Summe ist bereits über die Zuschüsse oder in Eigenleistung abgedeckt“, rechnet Deitermann vor. „Was bleibt, ist eine Finanzierungslücke von gut zehn Prozent.“

Maßgeblichen Anteil an diesem Loch trägt eine Veränderung bei den DIN-Normen. „Radwege müssen jetzt 2,5 Meter breit sein, bislang reichten nur 2,2 Meter“, informiert Deitermann. „Diese zusätzlichen 30 Zentimeter sprengen eigentlich unseren Kostenrahmen.“ Insgesamt beläuft sich der Kilometerpreis für den rund 1 500 Meter langen Radweg, der mit einer schwarzen Asphaltdecke überzogen werden soll, somit auf zwischen 60 000 und 70 000 Euro.

„Deshalb sind wir auf jeden Fall noch auf Spenden aus der Metelener Bevölkerung angewiesen“, rührt Deitermann die Werbetrommel. „Schließlich profitieren von so einem Radweg nicht nur die Anlieger, sondern die gesamte Bevölkerung.“

Aus diesem Grund planen Deitermann und seine Mitstreiter auch, ein Frühlings- oder Sommerfest zu veranstalten, bei dem das Projekt „Bürgerradweg“ der Öffentlichkeit näher vorgestellt werden soll.

Gebaut werden könnte dann – sofern alles nach Plan läuft – noch in diesem Sommer nach der Getreideernte. Deitermann: „Wir warten derzeit auf die Zuschussbescheide, die in den nächsten Wochen bewilligt werden sollten.“

Zum Thema

Interessierte können sich mit ihren Fragen zum Bürgerradweg-Projekt an Dietmar Deitermann (Telefon 01 75 2 95 91 58 oder per E-Mail an dietmar-deitermann@­t-online.de) wenden.

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