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Sa., 23.01.2016

Bahnübergang Übergangs-Lösung in Sicht

Diese Schikane ärgert Autofahrer wie Radler. Die Arbeiten für den Ausbau der Engstelle auf dem Bahnübergang des Langenhorster Damms könnten noch in diesem Jahr beginnen – wenn das Eisenbahn-Bundesamt schnell seinen Segen dazu gibt.

Diese Schikane ärgert Autofahrer wie Radler. Die Arbeiten für den Ausbau der Engstelle auf dem Bahnübergang des Langenhorster Damms könnten noch in diesem Jahr beginnen – wenn das Eisenbahn-Bundesamt schnell seinen Segen dazu gibt. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen - 

Seit über zwei Jahren ist sie ein Ärgernis, die Schikane am Bahnübergang des Langenhorster Damms. Doch jetzt scheint Bewegung in die Sache zu kommen. Der Kreis hat seine Planungen für einen Umbau abgeschlossen. Nun fehlt noch der Segen des Eisenbahn-Bundesamtes.

Von Dieter Huge sive Huwe

Sie werden sich noch ein wenig gedulden müssen, die Radler und Autofahrer, die täglich den Langenhorster Damm zwischen Metelen und dem Ochtruper Ortsteil befahren und an einer nicht ungefährlichen Schikane abbremsen müssen. Der provisorisch und in den Augen vieler nur unzureichend gesicherte Bahnübergang wird zwar ausgebaut, doch wann genau, steht in den Sternen. Der Kreis Steinfurt spricht sehr schwammig davon, dass „angedacht“ sei, in 2016 mit dem Ausbau des Bahnübergangs zu beginnen.

Wohl wissend auch, dass er das Heft des Handelns nicht mehr in der Hand hat. Die vorbereitenden Arbeiten sind zwar im Kreishaus gelaufen, doch jetzt ist die Bahn am Zuge – und das kann dauern. Ein von dieser Zeitung zum Thema befragter Bahnsprecher in Düsseldorf kannte zwar nach ausgiebiger Recherche den Vorgang, wusste auch, dass der Bahnübergang der K 73 über die Bahnlinie Münster-Enschede zur Neuanlage ansteht. Ob die Planung des Kreises Steinfurt allerdings schon ins vorgeschriebene Genehmigungsverfahren eingespeist wurde, vermochte er nicht zu sagen.

Beim Kreis Steinfurt hingegen ist man schlauer. „Die DB Netz AG hat Mitte der Woche zugestimmt. Somit ist die Genehmigungsplanung freigegeben und wird durch das Eisenbahn-Bundesamt geprüft“, ergänzte Simone Cool, Sprecherin des Kreises ihre Antwort auf die Anfrage der Zeitung.

Das Verfahren liegt also derzeit beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA). Dieser Aufsichtsbehörde obliegt es, den Plan für den Bahnübergang-Umbau unter anderem daraufhin zu untersuchen, ob die Anforderungen, die das Eisenbahnkreuzungsgesetz vorschreibt, eingehalten werden. Nur gemutmaßt werden kann derzeit darüber, ob die Bahn die Planung des Kreises schon an das EBA mit Sitz in Bonn weitergeleitet hat.

Zumindest der Kreis ist davon überzeugt, seine Hausaufgaben erledigt zu haben. Gut zwei Jahre nachdem die Straße bis auf die fragliche Schikane fertiggestellt ist, liegt die Planung über den Umbau des alten Bahnübergangs also vor. Der Kreis hatte ein Ingenieurbüro damit beauftragt. Im Ergebnis sieht der Umbau wie folgt aus: Der Radweg soll – wie bisher – auf der westlichen Seite des Übergangs fortgeführt werden. Die Straße würde im Bereich des Übergangs auf sechs Meter verbreitert werden. Sowohl für den Radweg als auch für die Kreisstraße sind Halbschranken zur Sicherung bei nahenden und kreuzenden Zügen vorgesehen.

„Der Kreis hat den Planungen zugestimmt“, erläuterte Simone Cool aus der Stabsstelle des Landrats auf Anfrage dieser Zeitung. Die Kosten beziffert sie auf 282 699 Euro. Zu je einem Drittel finanzieren der Kreis Steinfurt, die DB Netz AG und der Bund den Umbau des Übergangs.

Behält der Kreis mit seiner Einschätzung recht, könnte noch in diesem Jahr das Provisorium, das bei Radlern wie Kraftfahrern für Stirnrunzeln sorgt, ein Ende haben. Besonders die Sperrbaken auf beiden Radwegseiten, welche die Pedalritter zwingen, innerhalb des Nadelöhrs auf die Fahrbahn zu wechseln, um über die Gleise zu gelangen, sind vielen ein Dorn im Auge.

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