Mo., 01.02.2016

Kolping-Karneval Märchenhafte Stunden für Helden

Fantasievolle Kostüme prägen den Familienkarneval der Kolpingfamilie: ob auf oder vor der Bühne.

Fantasievolle Kostüme prägen den Familienkarneval der Kolpingfamilie: ob auf oder vor der Bühne. Foto: Dorothee Zimmer

Metelen - 

Märchenhaft ging es zu beim diesjährigen Familienkarneval der Kolpingfamilie. Das Programm war erneut in erster Linie auf die Kinder zugeschnitten und diese hatten – ob nun auf oder vor der Bühne – ihren Spaß am jecken Treiben.

Von Dorothee Zimmer

Der Junge im geschätzt frühen Grundschulalter reagiert beim Familienkarneval der Kolpingfamilie mit reichlich Erstaunen auf die Frage, wen er denn darstellt mit seinem grün-schwarzen Kostüm. „Ich bin doch ein Held!“, erklärt er.

Wo er es so sagt, fällt bei näherer Betrachtung einiges ins Auge, was für seine mit leichtem Tadel vorgebrachte Erklärung spricht: Ein luftgefülltes Sixtpack umspannt die Brustpartie, die Oberarme sind ähnlich kunstvoll aufgewertet. Nur die Gesichtsmaske aus weichem Stoff scheint etwas hinderlich, wenn es darum geht, dem gut zweistündigen Programm aus vielen lustigen Geschichten zum Zuhören und Mitmachen sowie aus karnevalistischer Musik und ebensolcher Darbietung zu folgen: Der so sträflich Verkannte trägt sie lässig zurückgeschoben auf dem Kopf.

Er ist indes bei weitem nicht der einzige Held, der am Samstagnachmittag im Bürgerhaus eine Menge Spaß hat. Eine Vielzahl von aktuellen und fraglos heldenhaften Comicfiguren, sowie andere unerschrockene Gestalten wie Ritter oder Piraten mischt beim fröhlichen Zusammensein von Groß und Klein mit. Es ist vor allem der männliche Nachwuchs, der optisch diesen Sprung in Fantasiewelten wagt. Gestandene Männer wie beispielsweise der Bürgermeister, der Pastor und der Vorsitzende der Kolpingfamilie neigen im Vergleich dazu schon fast zu einem gewissen Understatement: Gregor Krabbe trägt Frack und weiße Handschuhe, Thomas Stapper bekennt Farbe mit rotem Pullover sowie einer bunt-karierten Clownsmütze, womit er sich in guter Gesellschaft von Franz-Josef Wiechers befindet.

Ausschließlich weiblich besetzt ist das vierköpfige Orgateam: Sandra Brinkschmidt, Andrea Bröker, Bianca Ingenleuf und Beate Wiechers haben diesen Nachmittag geplant und viele weitere Akteure gewinnen können. Zum Beispiel den Spielmanns- und Fanfarenzug, zwei Tanzgarden der Karnevalsgesellschaft Stadtwacht, die Funnysticks und auch Anke Herdering und Gaby Kriens. Die beiden Mütter lassen die Geschichte vom grimmigen König lebendig werden, indem die eine erzählt und die andere gemeinsam mit dem jungen Publikum eine passende Geräusch- und Handlungskulisse dazu liefert.

„Eine Reise ins Märchenland“ lautet das Motto, das die beiden jugendlichen Moderatoren Nico Brinkschmidt und Elias Ingenleuf gekonnt moderieren. Beate Wiechers würdigt besonders das eigens für diesen Nachmittag von Evelyn Beck gestaltete Bühnenbild mit dem gestiefelten Kater.

Außerdem gilt ihr Dank einigen Ehrengästen für deren finanzielle Unterstützung: „Wenn wir sie nicht hätten, könnten wir diese Veranstaltung nicht so günstig anbieten.“ So gibt es dann auch viel anerkennenden Applaus für die Sponsoren, die sich mit Vergnügen unter das Polonaise tanzende und durchs Bürgerhaus ziehende Karnevalsvolk mischen.

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