Fr., 05.02.2016

_Weiberfastnacht Ein Prinzenpaar zum Anfassen

Gemeinsam schunkelten die Bewohner des St.-Ida-Hauses und ihre Betreuer, die Vertreter der KG Stadtwacht und das Prinzenpaar im bunt dekorierten Saal. Prinz Karsten und Prinzessin Doris begrüßten persönlich die Senioren zur Karnevalsfeier.

Gemeinsam schunkelten die Bewohner des St.-Ida-Hauses und ihre Betreuer, die Vertreter der KG Stadtwacht und das Prinzenpaar im bunt dekorierten Saal. Prinz Karsten und Prinzessin Doris begrüßten persönlich die Senioren zur Karnevalsfeier. Foto: Dorothee Zimmer

Metelen - 

Seine Aufwartung beim närrischen Nachwuchs machte an Weiberfastnacht das Prinzenpaar der KG Stadtwacht. In den Kitas und in der Grundschule schauten die Jecken vorbei. An Anfang des Tages stand jedoch ein Besuch bei den gestandenen Narren im Altenheim St. Ida. 

Von Dorothee Zimmer

Diese weiße Strumpfhose – Karsten Pabel schätzt sie nicht besonders. Aber es nutzt nichts: Er ist Karnevalsprinz und sie Teil des Kostüms. Mittlerweile, sagt er schmunzelnd, hat er sich an das enge und blickdichte Beinkleid gewöhnt. „Erst war es ein komisches Gefühl, aber so langsam geht es.“ Am Donnerstag streift er sie wieder über. Auf dem Kalender steht Weiberfastnacht.

Im St.-Ida-Haus herrscht am Vormittag im Aufenthaltsraum närrischer Ausnahmezustand. Bunt behütet, vor sich zur Feier des Tages ein Gläschen und in loser Reihenfolge ein lustiges Lied auf den Lippen warten zahlreiche Bewohner auf „hohen Besuch, höher geht nicht“, wie ihn Mitarbeiterin Marita Meiring gegen 10 Uhr ankündigt.

Eine Abordnung der Karnevalsgesellschaft Stadtwacht schaut mit ihrem Prinzenpaar Karsten und Doris Pabel vorbei. Darauf freut sich auch die Kollegin Rabea Tietmeyer. Sie hat ihr richtiges Brautkleid angezogen. Später wird sie darin in einem Sketch spielen und eine Braut mimen. Vor elf Jahren hat sie es bei ihrer Hochzeit getragen, und es passt noch tadellos. Tietmeyer findet, dass es „eine Ehre ist, wenn das Prinzenpaar zu Besuch kommt“.

Ein Lied soll die Karnevalisten in Empfang nehmen, man einigt sich auf „Am Rosenmontag bin ich geboren“ und gleich darauf auf ein zweites, nämlich: „Heute blau, morgen blau und übermorgen wieder“. Sitzungspräsident Herbert Graes ist beeindruckt. Er drückt ein paar Mal auf seine „Tuschmaschine“, ein kleines Gerät, das er bei sich trägt und das auf Knopfdruck ein „tätää, tätaä“ hören lässt. Leider ist es ziemlich leise, vielleicht hat die Batterie schon zu sehr gelitten. Man verlegt sich auf allgemein vernehmliche Rufe, auf „Metelen – helau“ zum Beispiel und „St.-Ida-Haus – helau“.

Das Gefolge von Graes und Prinzenpaar bilden Werner Pöpping, Rainer Weßling und Ingo Tenkhoff vom Elferrat. Die schicke Verkleidung des Besuchs und besonders die lange Feder an Graes’ Hut bringen Bewohnerin Elisabeth Auth auf allerlei Gedanken. Erst mal ruft sie entzückt: „Mein Gott, wat seid ihr für feine Kerls.“ Prinzessin Doris kontert: „Ja, und das sind alles meine.“ Auth vermutet, dass der Besuch geradewegs aus Köln kommt und dass dort ja dann im Moment gerade das Prinzenpaar fehlt. „Metelen geht vor“, erklärt Karsten Pabel kategorisch.

Bevor die Karnevalisten im Anschluss ans gemeinsame Schunkeln und Singen weiterziehen und ähnlich wie im Ida-Haus auch ihren Besuch im DRK- und St.-Josefs-Kindergarten, in der Grundschule und beim Bürgermeister gestalten, hängt Graes der ältesten Teilnehmerin des närrischen Vormittags einen Karnevalsorden um. Hertha Panner bekommt ihn – nächstes Jahr wird sie 100 Jahre alt.

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