Di., 21.11.2017

Schiedsmänner „Die klingeln auch mal an der Tür“

Wechsel bei den Schiedsmännern: Der stellvertretende Direktor des Amtsgerichts Steinfurt, Dr. Marc Brüning (l.), vereidigte Dietmar Bückers (2.v.r.) und Heinrich Teupen (3.v.l.) als neue Schiedsleute für Metelen, während er sich gemeinsam mit Bürgermeister Gregor Krabbe (r.) mit einer Urkunde und einem Präsent bei Werner Laurenz bedankte. Mit im Bild die Ehefrauen der Schiedsmänner (v.l.) Bernadette Teupen, Marlies Laurenz und Annette Bückers.

Wechsel bei den Schiedsmännern: Der stellvertretende Direktor des Amtsgerichts Steinfurt, Dr. Marc Brüning (l.), vereidigte Dietmar Bückers (2.v.r.) und Heinrich Teupen (3.v.l.) als neue Schiedsleute für Metelen, während er sich gemeinsam mit Bürgermeister Gregor Krabbe (r.) mit einer Urkunde und einem Präsent bei Werner Laurenz bedankte. Mit im Bild die Ehefrauen der Schiedsmänner (v.l.) Bernadette Teupen, Marlies Laurenz und Annette Bückers. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen - 

Wechsel bei den Schiedspersonen im Ort: Dietmar Bückers und Heinrich Teupen sind jetzt die Ansprechpersonen, die Nachbarschaftsstreitereien schlichten. Werner Laurenz hörte nach zwei Wahlperioden auf, auch weil er die Altersgrenze für die Schiedsleute erreicht hatte. 

Von Dieter Huge sive Huwe

Sie sind meist die letzte Chance für Streithähne, bevor es zum Kadi geht: Schiedsleute. Wenn dem einen Nachbarn das Verhalten des anderen nicht passt, oder wenn sich Menschen so sehr ereifern, dass Worte fallen, die besser nicht gesagt worden wären, dann sind sie gefragt: die Streitschlichter von Amts wegen.

Werner Laurenz hat zehn Jahre lang verärgerte Nachbarn an einen Tisch gebracht und nach einer gütlichen Einigung gesucht. Immer rein ehrenamtlich, immer als neutrale Instanz – und auf neutralem Boden. „Die Gespräche fanden meist bei uns zu Hause statt“, berichtet Laurenz aus den Dreier-Runden – mehr aber auch nicht. Schiedsleute sind verschwiegen, denn fast immer ist den Streithähnen daran gelegen, dass sie doch noch die Kurve kriegen, bevor sich der Amtsrichter mit dem Fall beschäftigen muss.

Das weiß auch Dr. Marc Brüning zu schätzen. Er ist stellvertretender Direktor des Amtsgerichts Steinfurt und für das Schiedswesen zuständig. In dieser Eigenschaft fand er nicht nur lobende Töne für die Funktion der Schiedsleute, sondern auch dankende Worte für Laurenz, der nach zehn Jahren im Amt und nach Erreichen der Altersgrenze von 70 Jahren aufhört. Gerade mit Blick darauf, dass Metelen erneut wiederum zwei Schiedsleute hat, zeigte sich Brüning erfreut: „Das gibt es in so kleinen Orten eher selten.“

Neben Laurenz wird auch weiterhin Heinrich Teupen als Schiedsmann fungieren. Mit Laurenz hatte er sich in der Funktion des Amtsinhabers und des Stellvertreters abgewechselt. Die beiden waren ein Team, wie sie bei dem kleinen Festakt im Ratssaal betonten.

Dieses kollegiale Miteinander soll auch beim Nachfolger von Laurenz fortbestehen. Dietmar Bückers war vom Rat als Schiedsperson gewählt und vom Amtsgericht bestätigt worden. Auch er will sich während seiner fünfjährigen Amtszeit mit seinem Kollegen Teupen austauschen über die Fälle, die ihnen zugetragen werden. Bisweilen kommen die Streitenden auch persönlich zum Schiedsmann – wenn auch nicht immer gemeinsam. Werner Laurenz, Schiedsmann im Ruhestand, lacht: „Die klingeln auch schon mal an der Haustür.“

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