Rollstuhlschieber des St.-Ida-Hauses suchen Verstärkung
Nette Gespräche bei kleinen Ausflügen

Metelen -

Die Rollstuhlschieberinnen des St.-Ida-Hauses suchen Verstärkung. Für die Bewohner des Hauses sind die kleinen Touren mit den ehrenamtlichen Helferinnen immer kleine Ausflüge vom Alltag in der Einrichtung, für viele der engagierten Frauen die Nachmittage mit den Senioren eine Herzensangelegenheit.

Freitag, 13.07.2018, 06:00 Uhr

Eingespieltes Team: Ivanka Gravenkötter schiebt Hildegard Rose in deren Rollstuhl durch die Anlagen des St.-Ida-Hauses.
Eingespieltes Team: Ivanka Gravenkötter schiebt Hildegard Rose in deren Rollstuhl durch die Anlagen des St.-Ida-Hauses. Foto: Dorothee Zimmer

„Oh, so viele waren wir ja schon lange nicht mehr“, stellt am Donnerstagnachmittag Ivanka Gravenkötter in der Eingangshalle des St.-Ida-Hauses fest. Es ist der zweite Donnerstag im Monat. Immer dann sind Ehrenamtliche zur Stelle, die die Bewohner im Rollstuhl spazieren fahren. Gravenkötter, die in der Senioreneinrichtung Rollstuhl schiebt, seit es sie gibt, hat für die Gruppenstärke mit insgesamt 20 Freiluft-Fans eine naheliegende Erklärung: „Das Wetter heute ist ja auch einfach wunderbar.“

Je mehr Schieber es gibt, desto mehr Bewohner können den rund einstündigen Ausflug in und um Metelen herum genießen. Nachfrage und Angebot halten sich aber nicht immer die Waage. „Der Bedarf seitens des Hauses ist meistens größer und kann nicht immer gedeckt werden“, bedauert Marina Retz. Die Betreuungsassistentin erklärt, dass dem Haus weitere Rollstuhlschieber höchst willkommen wären. „Denn die, die schon dabei sind, sind ja auch mal im Urlaub oder haben was anderes vor.“

Manchmal seien es fünf Leute, die kommen, manchmal auch nur drei, erzählt Ivanka Gravenkötter. Auch sie selbst sei manchmal verhindert, zumal sie noch berufstätig sei. Der Metelenerin liegt diese Aufgabe indes am Herzen: „Es erfüllt mich mit tiefer Freude, dass ich Rollstuhl schieben und auf diese Weise anderen helfen kann.“ Gestern bildet sie mit Hildegard Rose ein Gespann. Die 84-Jährige, die sonst ohne Hilfe noch „lange Wege mit dem Rollator“ zurücklegt, hat, so sagt sie, vor nicht allzu langer Zeit selbst noch andere geschoben. „Ich bin lieber Schieber“, meint sie. Aber sie lächelt dabei.

Die Ausflüge bescheren den Bewohnern viele positive Aspekte: Neben der frischen Luft und der Stärkung des Allgemeinbefindens führt die Heimleitung beispielsweise ein „Wohlgefühl“ an, weiterhin eine dadurch ermöglichte Teilnahme am öffentlichen Leben, eine Abwechselung im Alltag und einen Gesprächspartner für jeden einzelnen.

„Wir freuen uns sehr über das Engagement, die Bewohner unseres Hauses und uns zu unterstützen, damit das Leben im Alter Freude, Wohlbefinden und Qualität bringt“, werben Einrichtungsleiterin Petra Brauckmann sowie die Mitarbeiterinnen vom sozialen Dienst, Nicole Boest und Rabea Tietmeyer, für weiteren Einsatz. Alle Ehrenamtlichen sind laut Brauckmann unfall- und haftpflichtversichert.

Zum Thema

Weitere Informationen auf der Homepage www.caritas-steinfurt.de (St.-Ida-Haus, Ehrenamt) oder beim St.-Ida-Haus unter Telefon 0 25 56/9 85 90.

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