Eiscafés in der Region setzen auf Klassiker
Lakritzeis fand keine Fans

Westerkappeln/Lotte/Tecklenburger Land -

Den ersten Ansturm der Saison haben die Eisdielen in Lotte, Westerkappeln und den Nachbarorten schon hinter sich. Die nächste Schönwetterperiode ist schon in Sicht: Was haben die hiesigen italienischen Eiscafés zu bieten, wenn mit den Temperaturen auch die Lust auf die kühlen Leckereien steigt?

Freitag, 04.05.2018, 17:05 Uhr

Wahnsinn als positiver Begriff: „Cherry Mania“ heißt die im vergangenen Jahr von Burim Hasani im Lotter Eiscafé Cristallo neu kreierte und bis heute sehr gut angenommene Eissorte aus Milcheis, Kirschen und Schokolade.
Wahnsinn als positiver Begriff: „Cherry Mania“ heißt die im vergangenen Jahr von Burim Hasani im Lotter Eiscafé Cristallo neu kreierte und bis heute sehr gut angenommene Eissorte aus Milcheis, Kirschen und Schokolade. Foto: Angelika Hitzke

Schoko, Vanille, Haselnuss, Stracciatella, Erdbeer und Joghurt – das sind bundesweit nach wie vor die beliebtesten Sorten. Doch viele Eiskonditoren kreieren jede Saison auch mindestens eine neue Sorte. Neu im Sortiment eines bekannten Italieners in der benachbarten Hasestadt ist dieses Jahr zum Beispiel Ginger-Lemon, also die Kombination von Ingwer und Zitrone.

Burim Hasani vom Lotter Eiscafé Cristallo überlegt noch, ob und was er dieses Jahr in seiner Eisküche Neues anrührt: „Ich mache nicht irgendwas. Wir versuchen, was qualitativ Gutes anzubieten. Das muss überzeugen“, sagt er. So habe er vor einigen Jahren mal auf Anregung eines Gastes Lakritzeis angeboten, was sich nach seinen Worten aber als Flop erwies: Nur besagter Gast habe davon „ein paar Kugeln“ geordert.

24 Sorten hat Hasani in seiner Kühltheke. „Wir machen alle Sorten jeden Morgen selber“, betont er. Darunter sind so beliebte Neukreationen der Vorjahre wie Snickers, dunkle Schokolode, Joghurt-Granatapfel und „Cherry Mania“, ein marmoriertes Kirscheis mit knackigen Schokoladenstücken. Da das Cristallo schon von Anfang Februar bis Ende Oktober/Anfang November geöffnet ist, hat Burim Hasani für die Cafégäste neben der Karte mit den normalen Eisspezialitäten, unter denen wie überall Erdbeerbecher und Spaghettieis die beliebtesten sind, auch eine Karte mit eher winterlichen Leckereien wie heißen Waffeln, Tartufo, Tiramisu und Co..

Im Hochsommer bietet er einige andere Eissorten an als an kühlen Frühlings- oder Herbsttagen, denn in der Theke ist nicht unbegrenzt Platz. Und wenn es heiß ist, sind fruchtige Sorten wie Zitrone, Mango, Orange oder Quark-Sanddorn eher gefragt als Pistazie und Rocher.

Im Westerkappelner Eiscafé Dolomiti ist dieses Jahr die Sorte „Maxi King“ ganz neu. Das, so erklärt Antonio Portale, ist ein Milcheis mit Haselnussstückchen und flüssigem Karamell: „Das läuft sehr gut“, freut er sich über die bisherige Resonanz. Aber auch Joghurt, Ananas und Banane sind unter den rund 27 Sorten bisher sehr gefragt.

Zwischen 22 und 24 Sorten, je nach Wetter, hält Andrea Scarso im Mettinger Eiscafé San Marco bereit. Und zwar ausschließlich bewährte und beliebte Sorten wie Schokolade, Erdbeer, Nuss, Amarena und natürlich das wie in allen anderen Eisdielen vor allem von Kindern nachgefragte blaue Eis mit Kaugummigeschmack.

In und um Tecklenburg werben gleich drei italienische Eiscafés um Kundschaft. Das Casa Nostra verlässt sich da mit seinen 20 Sorten auf die Klassiker: „Wir haben keine neuen Sorten und nichts Auffälliges“, so die Auskunft des Angestellten. Rund 20 Sorten präsentiert auch das La Fenice. „Die Klassiker sind immer dabei“, sagt Inhaberin Federica Gallina. Neu und im Moment sehr gefragt sei die Sorte Katalanische Creme. Und: „Salziges Karamell läuft auch sehr gut.“

Ähnliche Erfahrungen macht Salvatore Sico vom Eiscafé Il-Gabbiano in Laggenbeck: Bei ihm seien neue Sorten wie Karamell mit Meersalz, Eis mit karamellisierten Erdnüssen und Wiener Mandel zurzeit sehr beliebt. „Wir versuchen, Klassiker wie Nusseis noch zu verbessern mit Nüssen aus dem Piemont. Wir haben auch tolles Pistazieneis mit Pistazien aus Sizilien, wo es dieses Jahr eine tolle Ernte gab. Und wir verarbeiten Bio-Milch“, unterstreicht er, dass er mittlerweile im siebten Jahr vor allem an der Produktqualität arbeite statt auf immer ausgefallenere Ideen zu setzen.

Je nach Wetter variieren auch bei ihm die insgesamt 28 Sorten. Wenn es richtig warm ist, seien Sorbets und Fruchteis wie Orange besonders gefragt. Dann will er demnächst als neue Sorte auch „Kokos aus Havanna“ anbieten.

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